Heldentagebuch: Die Bettler von Grangor

Kapitel 2: Nachforschungen

Eines ist klar: Viel Action kann man bei einem Kapitel mit dieser Überschrift nicht erwarten. Aber vor dem Draufhaun muss man ja erst wissen wer der Gegner ist. Da muss man viel fragen und recherchieren.

12. Versoll 225

Angold Vanderzee

Nach dem Frühstück führten die Helden ein Gespräch mit Hella Hortemann. Sie erzählte ihnen von einer Begebenheit, die sich vor zwanzig Jahren abgespielt hatte. Es habe damals einen Streit zwischen zwei Mitgliedern der inneren Stube gegeben, der schließlich damit endete, dass der damalige Städtemeister Harty getötet wurde. Es musste ein neuer Städtemeister gewählt werden. Die Wahl fiel damals auf Sandfort. Dem anderen Altvorderen namens Angold Vanderzee wurde der Prozess gemacht, dabei zu Tode verurteilt und schließlich im Schinderwart hingerichtet. Außerdem wurden seine Mutter Kriemhilde und seine Schwestern aus der Stadt gewiesen. Auf ihren Platz der Altvorderen rückten die Hortemanns nach. Bevor Kriemhilde Vanderzee die Stadt verließ, stieß sie noch böse Verwünschungen aus.

Die Helden fühlten sich durch diese Informationen in ihren Vermutungen, es könne sich um einen Racheakt handeln, bestätigt. Sandfort war durch sein Amt als neuer Städtemeister auch gleichzeitig Vorsitzender des Gerichts. Und die anderen gehörten dem Gericht wegen ihrer Mitgliedschaft im inneren Rat an. Zu dieser Rache-Theorie passte auch, dass mit Wortheim nicht der augenblickliche Amtsträger im inneren Rat getötet wurde, sondern sein Vorgänger, der vor zwanzig Jahren dieses Amt inne gehabt hatte. Hortemanns gehörten damals zwar nicht dem Gericht an, aber profitierten durch das Urteil, in dem sie den Sitz in der inneren Stube von den Vanderzees übernahmen.

Misserfolge

Danach trennte sich die Heldengruppe. Tyll ging zum Stadtarchiv. Unterwegs traf er wieder auf viele Bettler. Mit einem davon unterhielt er sich ausführlicher, erfuhr aber auch nichts Neues. Im Stadtarchiv selbst erhielt er keinen Zugang zu den Akten. Ein Empfehlungsschreiben Hortemanns hatte er nicht.

Naima und Lari gingen zum Haus der Familie Harty hinüber und schauten es sich etwas genauer an. Dort war nur ganz normales, geschäftliches Treiben festzustellen, nichts außergewöhnliches. Als nächstes machten die beiden Halt in einer Taverne, um den Tagesgesprächen zu lauschen. Aber das brachte auch nichts. Nur mit dem Wirt kamen sie ein wenig ins Gespräch. Von ihm erfuhren sie lediglich, dass eben diese vier Männer auf mysteriöse Weise gestorben waren. Es gefiel auch nicht jedem, dass die Altvorderen so viel Macht in der Stadt hatten, aber das sei nichts Neues.

Auch Naima und Lari führten ein Gespräch mit einem Bettler. Aber das war wenig aufschlussreich. Lari verabredete sich mit diesem dazu, sich abends mit einem anderen Bettler zu treffen, der mehr wissen sollte. Naima und Lari stellten fest, dass sich die Bettler nach diesem Gespräch ihnen gegenüber aggressiver verhielten. Sie ernteten böse Blicke, wurden angerempelt oder man stellte sich ihnen gar in den Weg.

Schließlich setzten sie ihren Weg per Boot weiter. Angesprochen auf diese Vorfälle wusste der Bootsführer auch keine rechte Antwort. Er meinte, es könnte daran liegen, dass Naima und/oder Lari sich Effert – dem Wassergott – gegenüber respektlos verhalten hätten. Doch das konnte nicht stimmen.

Beim Stadtarchiv trafen sie Tyll wieder, erhielten aber auch keinen Einlass. Gemeinsam setzten sie ihren Weg fort. Lari wollte der Verabredung mit dem Betttler nachkommen und ging mit den anderen zu dem verabredeten Treffpunkt. Doch der Bettler kam nicht. Daher gingen sie gemeinsam zum Haus von Hortemann zurück.

Auftritt Mitrias

Adrian war im Haus geblieben, wo im Laufe des Tages ein weiterer Gast eintraf, den Hortemann ebenfalls mit der Klärung der Vorfälle beauftragte. Es handelte sich um einen recht großen Mann namens Mitrias. Adrian vermochte nicht so recht zu bestimmen, zu welcher Rasse dieser angehörte. Denn einerseits trug er deutlich elfische Züge. Aber andererseits war er schwarz gekleidet und trug eine sehr eigenwillige Frisur mit abstehenden Haaren. Das wiederum war sehr untypisch für Elfen.

Schinderwart

Die Helden machten sich mit Mitrias bekannt, aßen zu Abend und berichteten anschließend von ihren Unternehmungen. Weil es dann schon recht spät war, ging Hortemann zu Bett. Lari und Naima taten es ihm gleich, denn die Männer wollten Wache halten. Zuerst war Tyll an der Reihe. Er ging durch's Haus und machte Kontrollgänge. Mitrias und Adrian legten sich in den Flur, in dem die Familie schlief.

Tyll konnte nichts ungewöhnliches feststellen. Mitrias wachte dagegen auf, als Hortemann an ihm vorbeilief. Wohlgemerkt: Ausgehfein angezogen. Mitrias weckte Adrian und Lari. Die schickte Hortemann ihren Volvo hinterher, weckte Naima und zog sich an. Mitrias und Adrian verfolgten derweil Hortemann. Schließlich folgten Lari und Naima zusammen mit Bözerin.

Hortemanns Weg führte direkt zum Schinderwart. Dort ging er dermaßen dicht ans Ufer heran, als wolle er hinein springen. Lari vereiste per Fluch die Wasseroberfläche, um einem Tod durch ertrinken vorzubeugen. Hortemann beachtete die Helden nicht und wandte sich zu einer Gestalt in einiger Entfernung um, die ihm irgendetwas zurief. Es schien sich um eine Frau mittleren Alters zu handeln. Die Helden versuchten nun mit allen Mitteln, diese Frau zu fassen. Doch Laris Atemnotfluch versagte und die Frau war zu weit entfernt, als dass dieWorgssie rechtzeitig erreichen konnten. Denn aus dem Neben tauchte plötzlich ein Mann auf, zog die Frau in ein Boot hinein und fuhr damit davon.

Hortemann war wie in Trance und kam nur langsam zu sich. Erinnern konnte er sich nur an einen furchtbaren Traum. Darin sah er wieder eine Szene, die er vor 35 Jahren erlebt hatte. Ein junger Seemann war auf furchtbare Art gestorben.

Die Helden brachten Hortemann zurück in sein Haus. Unterwegs begegneten sie zwei Leuten von der Stadtwache und berichteten von ihrem Erlebnis. Doch der schien weder die Helden noch Herrn Hortemann ernst zu nehmen.

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