Heldentagebuch: Die Bettler von Grango

Kapitel 3: Ärger

Da braut sich was zusammen in der Stadt und unsere Helden sind ganz nah dabei.

Die Leute reagieren ein wenig sensibel, wenn so viele wichtige Leute nachts einfach so ertrinken. Die Angst geht um und der Schuldige ist noch immer nicht gefunden. Da geraten auch schon mal die falschen in den Schussbereich. Und so richtig viele Freunde gefunden haben unsere Helden in Grangor auch noch nicht. Ganz im Gegenteil.

13. Versoll 225

Tumult am Rathaus

Am nächsten Morgen erschien ein Bote mit einer sehr traurigen Nachricht: Der Altvordere Sebastian Harty sei an diesem Morgen tot aufgefunden worden. Er war in den frühen Morgenstunden verstorben. Also nachdem die Helden Hortemann gerettet hatten. Wie die anderen zuvor sei er im Schinderwart ertrunken.

Es sollte nun eine Sondersitzung des Rates stattfinden. Hortemann bat die Helden ihn dorthin als Schutz zu begleiten. Gleichzeitig mit ihnen kam auch Michael Harty an, der Sohn des verstorbenen Sebastian Harty. Er sollte als Nachfolger seines Vaters in den Rat aufgenommen werden. >>Motto des Tages: Der Altvordere ist tot, es lebe der Altvordere!<< Die Menschen von Grangor waren sehr erschüttert wegen des Tods seines Vaters und bekundeten ihm ihr Beileid. Der junge Mann wirkte dagegen sehr aggressiv. Wütend beschimpfte er Hortemann. Dieser habe mit dem Tod seines Vaters erreicht, was er gewollt hatte. Außerdem bezeichnete er die Helden als Söldnergruppe und unterstellte ihnen, etwas mit dem Tod seines Vaters zu tun zu haben.

Mit diesen Reden wiegelte er die Bevölkerung regelrecht auf. Schon gingen die ersten auf die Helden los. Ohne ihre Waffen konnten die sich diese gegen diese Übermacht nur schwer verteidigen, daher wollte Lari schon den mächtigen Hexenfluch „Wirbelsturm“ einleiten. >>Das hätte übel ausgehen können... Aber was sollte Lari denn auch anderes tun? Sie wusste, dass man Leute schon wegen geringerer Schuldzuweisungen gelyncht hatte.<< Glücklicherweise kam dann aber die Stadtwache und schritt ein.
Während Hortemann und die anderen Ratsmitglieder zu der Ratssitzung schritten, wurden die Helden in einen Warteraum geführt und allein gelassen. Genauso fühlten sich die Helden auch: Verlassen! Sie warteten und warteten und warteten.

Irgendwann war die Ratssitzung vorbei und Hortemann kam zu ihnen. Sie erfuhren, dass die bösen Unterstellungen ihm gegenüber zurückgewiesen worden seien. Doch die Stimmung war sehr gespannt und daher sei es wichtiger denn je, dass die Helden die Situation klärten. Hortemann wollte nun nach Hause, wies aber die Helden an, ihre Detektivarbeit in der Stadt fortzusetzen.

Kampfgetümmel

Auf dem Weg zum Tatort wurden die Helden von einer Bande schwarz-gelb gekleideter und mit Knüppeln bewaffneter Leute überfallen. Wie viele es waren, konnte später keiner unserer Helden mehr sagen. >>Es war einfach zu unübersichtlich. Vermutlich hatte die Gruppe die Stärke aller Fischerchöre zusammen!<< Zunächst sah sich jeder Held und Worg je zwei Gegnern gegenüber. Die Angreifer versuchten, dieWorgsrüde beiseite zu stoßen. Doch das ließen die sich nicht gefallen und wehrten sich mit ihren kräftigen Gebissen. Zwei andere Schläger versuchten Lari hochzuheben und wegzutragen. Lari sah ein, dass diese zu nah waren, als dass sie mit einem Fluch alle auf einmal hätte bekämpfen können, ohne dass ihre Kameraden Schaden genommen hätten. >>Also versuchte sie es mit der Salamitaktik: Einer nach dem anderen.<< Sie vereiste ihren ersten Gegner. Doch ihre Hoffnung, dass das seine Kameraden schockieren müsste, wurde nicht erfüllt. Die zeigten sich gar nicht beeindruckt. Statt zu fliehen, griffen sie Lari noch verstärkt an. Auch der nächste Angreifer wurde von Lari vereist. Doch dann stand sie plötzlich drei Gegnern gegenüber. Lari wusste, dass sie solch massiven Angriffen nicht lange stand halten könnte. Daher änderte sie ihre Taktik und konzentrierte sich nur noch auf die reine Verteidigung. Mit äußerst geschickten Ausweichmanövern gelang ihr dieses auch.

Mitrias wurde derweil zu Boden geknüppelt. Tyll gelang es irgendwie dem Getümmel zu entfliehen. >>Elfenmagie: Eigentlich hatte er ja auch gar nix damit zu tun und war nur zufällig hineingeraten!<< Naima wehrte sich nach Leibeskräften, doch leider im waffenlosen Kampf kaum Übung. Glücklicherweise trug sie ja ihre Rüstung, so dass viele Treffer keine Auswirkungen hatten.

Im Effert-Tempel

Die Rettung kam von außen. Ausgerechnet eine Prozession von blau-weiß gekleideter Bettler kam vorbei. Die Angreifer flohen. Die Bettler nahmen unsere Helden einfach mit zum Tempel Efferts. Dort brachte man sie in einen Raum, in dem erfahrene Heiler ihre Wunden versorgten.

Dann erschien eine Klerikerin, die sich als die Hohepriesterin Alane von den Inseln vorstellte. Sie war sehr freundlich zu den Helden und erzählte ihnen, dass ihre Angreifer wohl einem Sportverein angehörten, dem Harti vorsaß. Bei diesem Verein sei schwarz-gelbe Kleidung vorgeschrieben. Sie würden ein Spiel namens Hockey spielen, bei der sie mit ihren Knüppeln kleine Bälle durch über einen Platz schlugen.

Die Bettler hätten die Helden bislang für Schnüffler und Aufwiegler gehalten, aber die jüngsten Vorfälle hätten sie dazu gebracht, die Sache noch einmal zu überdenken. Wenn die Helden tatsächlich an der Aufklärung der Vorfälle interessiert seien, würden die Bettler sie von nun an unterstützen. Sie sollten dazu die Taverne „Zur offenen Hand“ aufsuchen. Dort könnten sie Vertreter der Bettlergilde treffen um sich mit ihnen auszutauschen.

Die Helden erfuhren auch mehr über die Familie Angor Vanderzees. Seine Mutter entstammte aus der Familie Liegerfeld, die ebenfalls zu den Altvorderen gehört hatte. Ihr Bruder Etze Liegerfeld lebe noch in der Stadt. Seinen Posten im Rat hatte er aber bereits vor Jahren abgegeben und führe seither auch seine Handelsgeschäfte nicht mehr.

http://www.larisweb.de

nach oben
[ Home ] [ Regelwerk ] [ Karten Orotas ] [ Gruppen ] [ Bibliothek ] [ Hilfsmittel ] [ Rezepte ] [ Impressum ]
Kostenloser Counter Statistik