Rollenspiel Definition: Ein Erklärungsansatz

Man tut so, als sei man jemand anderes

Das ist das Grundprinzip des Rollenspiels. An sich ist Rollenspiel völlig normal und die meisten Menschen haben auch schon mal dran teilgenommen. Denn die bei Kindern so beliebten Spiele wie "Vater-Mutter-Kind", "Räuber & Gendarm" und "Indianer & Cowboys" sind Rollenspiele. Pädagogen und Psychologen haben längst die Vorteile dieser Spiele entdeckt: Es ist kreativ, fördert die Kommunikationsfähigkeit und hilft bei der Entwicklung von Sozialkompetenzen.

Unsere Art des Rollenspiels ist letztlich nur eine etwas komplexere und geregeltere Form.

Warum?

Ich bin schon oft gefragt worden, warum ich Rollenspiel mache. Es ist ein Hobby, ein Spiel, ein Freizeitvergnügen. Natürlich könnte ich statt dessen auch Fahrrad fahren, Pullover stricken oder fernsehen. Das sind auch hübsche Freizeitvergnügungen. Beim Hobby Rollenspiel trifft man sich regelmäßig mit netten Leuten, mit denen man sich unterhält und irgendwelche Knabbersachen gemeinsam verspeist. Und man spielt eben Rollenspiel. Die Antwort auf die Frage lautet also einfach: Weil es Spaß macht.

Keine Sorge

Man verliert durch's Rollenspiel nicht den Kontakt zur Realität. Jedem Spieler ist durchaus bewusst, dass er die Charaktere nur spielt und keinesfalls mit ihnen identisch ist. Das ist genauso wie bei Schauspielern, die eine Rolle spielen.

Pen and Paper

Wir spielen ein sogenanntes "Pen and Paper-Rollenspiel". Unsere Figuren spielen wir nur mit Worten. Es ist daher nicht so wie bei einem Theaterstück, bei dem die Schauspieler ihre Rollen körperlich darstellen. Es gleicht mehr einem Hörspiel, das heißt, die Spieler beschreiben einfach, was ihre Figuren tun. Dazu sitzen die Spieler an einem Tisch und haben Papier und Bleistift vor sich liegen. Daher auch der Name "Pen and Paper-Rollenspiel". Auch verkleiden müssen wir uns dazu nicht.

Jeder Spieler übernimmt eine Rolle. Diese gespielten Rollen nennt man dann "Charaktere". Außerdem gibt es einen Spielleiter. Er hat die Aufgabe, den Spielern einen Rahmen vorzugeben, in der sie agieren sollen. Er beschreibt die Welt und was darin geschieht. Innerhalb dieses Rahmens können die Spieler völlig frei agieren. Es gibt also keinen vorgebenden Text wie bei einem Drehbuch für einen Film. Es ähnelt eher einem Improvisationstheater, bei dem die Handlung von den Akteuren frei gestaltet wird.

Dazu erhält jeder Spieler einen sogenannten Charakterbogen. Ein Charakterbogen besteht aus einem oder mehreren Blättern, auf dem die Eigenschaften des Charakters beschrieben sind. Da steht etwas über das Aussehen, die Größe, die Talente, die Körperkraft, Klugheit, Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit und ähnliches. Diese Werte werden bei der Erschaffung eines Charakters ausgewürfelt. Auf welche Weise das zu geschehen hat, wird im Regelwerk beschrieben. Das Regelwerk enthält außerdem Informationen zur Welt und den dort lebenden Rassen und Tieren. Dort steht auch drin, was man braucht, um Geheimtüren zu finden, Magie zu wirken, Monster zu töten, Wunden zu heilen und so weiter. Lernt der Charakter etwas dazu oder erhält er einen neuen Gegenstand, wird das während des Spiels in den Charakterbogen eingetragen.

Welten

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, in was für einer Welt Rollenspiele angesiedelt werden. Manche gleichen der Erde des Mittelalters, andere sind so wie unsere Zeit, wieder andere spielen in der fernen Zukunft. Ein Großteil dieser Welten ist nach den Motiven der Fantasy-Literatur aufgebaut. Das wichtigste Vorbild ist dabei Tolkiens "Herr der Ringe".

Wir spielen nach dem Regelwerk Uuurs, einem Fantasy-Rollenspiel.

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