Orotas Flora: Kräuterplanzen A - H

Aigeunszet

AigeunszetDer Aigeunszet ist ein bis zu 3 m hoch wachsender, dornenbehafteter Busch, der von Böstwe bis Crewü große, leuchtend blaue bis violettfarbene Blüten trägt. Seine Blätter sind ebenfalls auffallend groß und auf der Unterseite mit kleinen, feinen Härchen bedeckt. Ab Anfang Zensch bis Ende Rierge trägt der Aigeunszet etwa menschenfaustgroße gelbe Früchte.

Anwendung:

AigeunszetfruchtDiese Früchte sind einerseits sehr appetitstillend und helfen andererseits auch hervorragend bei der Behandlung von Jokelhaut. Bei dieser unangenehmen Krankheit verfärben sich großflächig Hautpartien grünlich und es bilden sich violettfarbene Pusteln, die eine scheußlich riechende und hoch ansteckende gelbe Flüssigkeit enthalten. Wird diese Krankheit nicht innerhalb von drei Wochen behandelt, kann das böse Folgen haben. Glücklicherweise ist der Aigeunszet ja weit verbreitet – man findet ihn in ganz Orota an sonnigen Plätzen – und die Krankheit tritt eh nur während der Reifezeit der Früchte auf, deshalb braucht man sich über diese bösen Folgen nicht soo viele Sorgen machen.

Zur Behandlung nimmt man fünf normal große Früchte, die man mit sieben Esslöffeln Honig und einer Prise Salz zu einem Brei zerkocht. Diesen Brei lässt man zunächst abkühlen, trägt dann einen Teil dünn auf die betroffenen Hautstellen auf und umwickelt das schließlich mit einem sauberen Leinentuch. Diese Behandlung muss man nun dreimal täglich wiederholen, bis der Brei aufgebraucht ist. Sollte tatsächlich jemand so deppert sein, diese Behandlung nicht durchzuführen, werden die Pusteln aufbrechen und die Flüssigkeit sich überall in der Umgebung verteilen. Dadurch ergibt sich eine Ansteckungsgefahr von 95%. Außerdem bleiben neben der grünen Hautfarbe auch schrecklich hässliche Narben zurück, die vor allem bei Wetterumschwung immer unangenehm zu jucken beginnen.

Aldobrandini

Aldobrandini Die Aldobrandini ist eine mehrjährige Pflanze, die einen sehr angenehmen Geruch verbreitet. Aus dem kriechenden Wurzelstock entwickelt sich eine kleine Staude, die an ihren etwa 120 cm langen Stängeln kreisrunde, rote Blätter trägt. Von Böstwe bis Crewü wachsen die kleinen, zitronengelben Blüten. Das ganze Kraut wird in der Blüte stehend gesammelt und in der Sonne getrocknet. Zu finden ist die Aldobrandini meist an feuchten bzw. sumpfigen Standorten.

Anwendung:

Ein Tee aus 15 g getrockneter Aldobrandini erleichtert die Meditation. Der Talentwert steigt um 5 Punkte. Die Wirkung hält etwa 40 Minuten an.

Alliante

AllianteDie Alliante ist ein kleines, unscheinbar aussehendes Kraut, das ein warmes und regenarmes Klima bevorzugt.

Sie wird etwa 8-15 cm hoch, hat längliche, gezackte Blätter und von Glefröt bis Vebera weißgelbe, kleine Blüten.

Anwendung:

Von Glefröt bis Jund können die Blätter gesammelt werden, aus denen ein Trank hergestellt wird, der die Wirkung von Perpignan aufhebt.

Amorpher

(auch Wandler genannt)

Die Amorpherpflanze ist eine äußerst robuste Pflanze (wobei sich die Experten streiten, ob sie überhaupt zu den Pflanzen gehört), die in allen Teilen Orotas zu finden ist. Die Besonderheit des Amorpher besteht darin, bestimmte Pflanzen der Umgebung vollständig zu imitieren, sowohl was die Form, Farbe, Geruch und auch Geschmack angeht. Nur ausgesprochene Pflanzenkenner durchschauen die Tricks dieser Pflanze und können sie von den echten Pflanzen der Umgebung trennen.

Anwendung:

Tja, was soll man dazu sagen, man kann das Amorpher anwenden wie man will, dennoch hat die Pflanze keine bisher festgestellten Wirkungen.

B'fGäste

B'fGäste  BlütenBei der B’fGäste handelt es sich um eine kleine, unscheinbar wirkende Gebirgspflanze. Wer sie finden will, muss gut klettern können, denn sie wächst grundsätzlich an besonders unzugänglichen und steilen Berghängen in mindestens 2500 m Höhe. Ihre Blüten (Blütezeit: Trowla) sind dunkelgrün und im Jund trägt die B’fGäste blaue Beeren.B'fGästebeeren

Anwendung:

Aus diesen Beeren, so heißt es, lässt sich ein einzigartiges Schönheitsmittel herstellen. Man muss dazu lediglich 500 g sammeln und kleinmanschen. Dann verrührt man dieses mit 400 ml Ziegenmilch und einem Fasanenei, wobei man genau zweiundfünfzig Mal rühren und währenddessen acht Mal den Spruch „Idua No Bah Duis Sa Kunft” aufsagen muss. Das alles kann aber nur dann Erfolg haben, wenn der Lykanthro gerade voll am Himmel steht und die Beeren sofort nach der Ernte genutzt werden.

Wer es geschafft hat, all diese Bedingungen zu erfüllen, muss nun das Gebräu mit einem Zug trinken. Danach fällt er binnen fünf Minuten in einen sehr tiefen, sechs Tage anhaltenden Schlaf. In seltenen Fällen, also ca. 3%, kann es schon mal vorkommen, dass der Schlafende nach sechs Tagen nicht mehr von selbst aufwacht. Wenn er dann Glück hat, wird er rechtzeitig von jemandem gefunden, anderenfalls stellt er irgendwann eine besonders schöne Leiche dar…

Wenn aber alles geklappt hat, hat sich der Anwender oder die Anwenderin in eine wundersame, seiner Rasse vollkommen entsprechenden, Schönheit verwandelt. Die Wirkungsdauer ist von Rasse zu Rasse recht unterschiedlich, beim Menschen beträgt sie etwa 10 Jahre.

Badeli

BadelibuschDer Badeli ist ein zierlicher, selten mehr als 50 cm hoher, dorniger Strauch, der in ganz Orota an trockenen Hängen und Feldwegen zu finden ist. Leicht erkennbar ist er vor allem zwischen Glefröt und Vebera an den üppigen rosa, roten und rosaroten Blüten.Badeliblüten

Verwendet wird ausschließlich die Badeliwurzel. Die Wurzel wird bis zu einem Meter lang und geht tief in die Erde hinein, so dass das Graben eine schwere Arbeit ist. Man erntet sie entweder im Frühjahr von Sammü bis Trowla oder später Zensch bis Versoll. Die gesäuberte Wurzel wird getrocknet und dann weiterverarbeitet.

BadeliwurzelAnwendung:

Badeli kann zu einer Hautcreme weiter verarbeitet werden. Bei regelmäßiger Anwendung, d.h. mindestens 18 Tage lang ein Mal täglich dünn auf die Haut aufgetragen, wird die Haut resistent gegenüber Hautkrankheiten und unempfindlicher bei leichten Verwundungen (Rüstungsschutz +1). Zudem wird die Haut stark gebleicht, was in manchen Kreisen als ein Zeichen von besonderer Vornehmheit gedeutet wird… Zusammen mit Essig kann aus dem Badeliwurzelpulver ein Haarwasser hergestellt werden, was das Haar zum einen kräftigt und zum anderen stark bleicht.

Baldrian

BaldrianDer gemeine Baldrian (es gibt auch andere Arten, die jedoch als Kräuterpflanzen nicht nutzbar sind), wächst an feuchten Orten in ganz Orota. In den meisten Klöstergärten wird er als Strauch angebaut.
Die Blüten des Baldrians sind weiß oder rosafarben, er blüht Ende Glefröt, Anfang Trowla.

Anwendung:

  1. Bei nervösen Zuckungen und bei Schockzuständen wirken Umschläge aus zerstampften Baldrianblättern Wunder.
    Wirkung: Innerhalb der nächsten Stunde ebbt die Nervosität ab, der betroffene Körperteil beruhigt sich. Achtung: Niemals auf offene Wunden legen! Die nächsten fünf Tage wird die Wunde nicht heilen!
  2. Ein Tee aus der Wurzel des Baldrians wirkt ebenfalls beruhigend und schlaffördernd.
    Wirkung: Baldriantee fördert den natürlichen Schlaf. Auch bei starken Schmerzen stellt sich der Schlaf nach zwei Tassen Tee ein.

Bartrein

Beim Bartrein handelt es sich um eine 20 – 100 cm hohe, ausdauernde Pflanze, die an trockenen, sonnigen Orten in ganz Orota zu finden ist. Der Bartrein hat eine spindelförmige Wurzel und einen steif-aufrechten, sparrigen Stängel. Seine graugrünen Blätter sind sägeförmig eingeschnitten. Ab Glefröt wachsen seine zahlreichen steingrauen Blütenköpfchen, die nur vormittags geöffnet sind.

Anwendung:

Bartrein ist das einzige bekannte Mittel zur Behandlung eines Zwergenbartes bei Zwergenbartlausbefall. Die Zwergenbartlaus ist ein besonders bösartiger Parasit, der zunächst ein unangenehmes Jucken hervorruft und schließlich den Zwergenbart völlig zerstören kann. Die Barthaare gehen aus und wachsen erst nach etwa vier Wochen wieder nach.

Verwendet wird die ganze Pflanze. Sie wird direkt nach dem Sammeln kleingehackt, mit etwas Rattenblut oder Zwergenbier angesetzt und in ein fest verschließbares Gefäß gefüllt. Nach 3 Tagen wird dieses Gefäß wieder geöffnet, das Zeug nochmals kräftig durchgerührt und anschließend auf den betroffenen Zwergenbart verteilt. Nach etwa drei bis vier Stunden fällt die gesamte Masse inklusive sämtlicher anderer Fremdkörper wie z.B. Zwergenbartläuse, andere Parasiten und Insekten, Schuppen, Dreck, Essensreste, Bierreste, Rattenblutreste und eigentlich alles ab, bis auf die Barthaare selbst. Die Wirkung der Behandlung hält darüber hinaus noch 2 bis 4 Monate an, in dieser Zeit werden alle denkbaren Fremdkörper vom Barthaar abgewiesen.

Bömarill

BömarillDer Bömarill ist ein Staudengewächs und in fast ganz L’Feüd auf Wiesen und an Wegesrändern zu finden. Er wird bis zu 120 cm hoch und hat schmale, gelbschwarze Blätter. Von Trowla bis Crewü trägt er dunkelblaue Blüten.

Anwendung:

Die Blüten können gesammelt und dann frisch oder getrocknet zu Tee weiterverarbeitet werden. Dazu nimmt man zwei TL Bömarill auf eine Tasse kochendes Wasser. Wird dieser Tee dreimal täglich über drei Wochen hinweg getrunken, nimmt die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonneneinstrahlung und Hitzeeinwirkung, wie auch Feuer deutlich ab. (Nur ein Drittel der normalen Schadenspunkte.) Diese Wirkung hält etwa noch drei Monate nach Absetzen der Behandlung an.

Bragency

Ein bis zu 5 m hoher, schnell wachsender Laubbaum mit etwa 10 – 15 cm langen und 4 – 6 cm breiten Blättern. Diese Blätter sind hellgrün mit orangefarbenen Einschüssen. Der Bragency blüht von Böstwe bis Crewü. Seine Blüten sind etwa so groß wie eine Kulliger Silbermünze und von ebensolcher Färbung. Ab Crewü bis Zensch können die Früchte des Baumes geerntet werden. Bragency-Früchte haben eine längliche Gestalt und eine grau-silberne Farbe.

Anwendung:

Die Früchte dürfen keinesfalls roh verzehrt werden, sonst kann es zu Vergiftungen kommen, die Muskellähmungen hervorrufen. Gibt man die Früchte aber in siedendes Wasser und lässt sie mindestens 10 Minuten mitkochen, hat man ein hervorragendes Sättigungsmittel. Der Verzehr einer einzigen gekochten Bragency-Frucht sättigt einen Menschen für etwa eine Woche. Allerdings sollte man sich keinesfalls mehrere Wochen hintereinander auf diese Weise ernähren. Denn mit der Einnahme der Bragency-Frucht wird von Woche zu Woche die Aufnahme jeglicher anderer Nahrung zunehmend erschwert, indem der Körper andere Lebensmittel, dazu gehören auch Flüssigkeiten, sofort wieder abgibt, und zwar auf dem Weg, wie diese gekommen sind… Daher besteht schnell die Gefahr eines inneren Austrocknens. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert liegt nach zwei Wochen bei 30% und steigt dann von Woche zu Woche um 20%.

Bugredo

Der Bugredo ist ein anspruchsloser, widerstandsfähiger Nadelbaum, der in L’Feüd weit verbreitet ist. Er gedeiht genauso am Meeresstrand wie in den Bergen und benötigt zum gesunden Wachstum hauptsächlich ausreichend Sonnenlicht. Er hat türkisfarbene, ca. 10 cm lange Nadeln, die jeweils zu siebt zusammenhängen und wird bis zu 40 m hoch.

Anwendung:

Aus den Nadeln und frischen Trieben kann ein Ölauszug hergestellt werden, welcher einen für Insekten sehr unangenehmen Geruch ausströmt und daher auf sie stark abstoßend wirkt. Um sich vor lästigen Mücken oder anderen Stechinsekten zu schützen, kann man sich mit diesem Öl einreiben. Diese Behandlung muss alle 4 Stunden wiederholt werden. Doch Vorsicht: Bei übermäßiger Anwendung, also bei zu großen Mengen oder einem Zeitraum von mehr als drei Tagen, wirkt der Geruch nicht nur auf Insekten abstoßend…

Cirmansens

Der Cirmansens ist eine ca. 150 – 200 cm hoch wachsende Grasart, die auf Feldern, an Wegrändern oder Waldlichtungen an sonnigen, trockenen Plätzen zu finden ist. Allerdings ist sie relativ selten und tritt auch nur in kleinen Gruppen auf. Ihre kleinen, weißen Blüten sind sehr unauffällig. In der Heilkunde hat sie keinerlei Bedeutung. Wenn allerdings die Cirmansens im Trowla ihre Pollen fliegen lässt, kann das schon ganz erhebliche Auswirkungen haben. Denn das Einatmen dieser Pollen löst beim Betroffenen ein sehr starkes Verlangen nach (1) Gold, (2) Macht, (3) Geschlechtsverkehr, (4) Kampf, (5) dem Eigentum anderer oder (6) Wissen aus (auszuwürfeln mit einem W6). Diese Wirkung hält bis zu sechs Stunden an (ebenfalls der W6).

Colmardo

Der Colmardo ist eine Pilzart, die sich besonders gerne in großer Zahl auf Baumstümpfen niederlässt. Er hat einen unförmigen, blauen Schirm und einen schwarzen Stiel.

Anwendung:

  1. Aus dem getrockneten Schirm des Colmardos und etwas Reladamm kann eine kühlende Salbe hergestellt werden, die zur Linderung von Insektenstichen oder Verbrennungen eingesetzt werden kann.
  2. Einen getrockneten Colmardo-Stiel zum Wasser hinzugegeben hat die gleiche reinigende Wirkung, als habe man dieses abgekocht.

Debbegge

Der Debbegge ist ein Bodenpilz, der an Wiesen und Wegrändern zu finden ist. Sein großer, ovalförmiger Schirm ist graugrün.

Anwendung:

Der Verzehr eines Debbegge ermöglicht nichtmagischen Wesen einen Einblick in den Astralraum für etwa 30 Sekunden. Allerdings ist das mit geistiger Anstrengung verbunden (10 gAP). Auch sollte man sich vor einer Überdosierung oder zu häufiger Anwendung in Acht nehmen. Wer mehr als zwei Pilze an einem Tag verspeist, muss mit unangenehmen Wahnvorstellungen und Trugbildern rechnen. Verwendet man Debbegge häufiger als fünf Mal im Monat, können schlimme Albträume, Angstzustände oder Gedächtnisstörungen die Folgen sein.

Demrerga

Die Demrerga fällt besonders durch ihre farbenprächtigen Blätter auf. Die Pflanze wird in der Regel etwa 50 cm hoch, besteht aus einem dicken, vierkantigen Stängel und langen, federartigen Blättern, die bei Sonnenschein in allen Farben des Regenbogens schillern. Ist der Himmel aber bedeckt oder die Sonne bereits untergegangen, sieht die Pflanze grüngrau bis grau aus. Nur bei Volllykanthro leuchtet sie silberfarben. Das ist auch der Zeitpunkt, in der die Blätter geschnitten und verwendet werden können. Die Demrerga ist in L’Feüd zu Hause.

Anwendung:

Aus den zu Volllykanthro geschnittenen Blättern kann ein Trank zubereitet werden, der jedem Magiebegabten fünfzig geistige Ausdauerpunkte zusätzlich beschert. Werden diese aber nicht innerhalb von 24 Stunden verbraucht, verschwinden sie wieder.

Eknök

(auch Hexenrausch oder Heilerskraut genannt)

Diese Pflanze hat das Aussehen von grobgliedrigem Gras. Im gesamten Frühling bildet sie Blüten in Tropfenform aus, die bis zum Spätherbst zu Beeren ausgewachsen sind. Das Eknök selbst ist hellgrün, die Blüten und Beeren sind violett. Das Vorkommen dieser recht seltenen Pflanzen erstreckt sich auf sehr feuchte, gemäßigt warme Regionen Orotas. Dort wird sie dann auch in den meisten Gärten angebaut.

Anwendung:

  1. Die Beeren sind pur zum Verzehr geeignet, sie schmecken stark salzig.
    Wirkung: Eknökbeeren wirken wie ein Rauschmittel; wenn man einige davon verspeist, wird der Esser anfällig für unkontrollierte Lachanfälle. Seine Bewegungen kann er nicht mehr kontrollieren, er ist wie beschwipst. Leider machen die Beeren auch abhängig, aber es ist ein langsamer und schleichender Vorgang bis zur Sucht, wobei es sich bei ihr um ein rein physisches Phänomen handelt.
  2. Die Blätter können zu Brei oder Salbe verarbeitet werden.
    Wirkung: Der Brei erhöht die Heilungsrate bei offenen Wunden. Eine gutgemachte Salbe, d.h. hochkonzentriert, wirkt wundschließend. Wie viele Lebens-Energie der Brei bzw. die Salbe dem Behandelten zurückgibt, legt der SL je nach Qualität der Behandlung fest.
  3. Die Pflanze selbst ist nicht zum Verzehr geeignet. Werden dennoch Blüten, Blätter oder Wurzeln verspeist, hat das folgende Wirkung: Es schmeckt zwar nicht unbedingt übel (leicht säuerlich), ist aber dennoch bei größeren Mengen tödlich. Die Blätter sind dabei weniger giftig als die Blüten. Getrocknet und zerstoßen sind sie ein beliebtes Gift, wobei es nur bei Verzehr wirkt. Eknök ist ein Gift der Stufe 3.

Farawei

Der Farawei ist eine ausdauernde Pflanze, die man an trockenen, sonnigen Standorten in ganz Orota finden kann. Es handelt sich um eine liegende Pflanze mit dickem Wurzelstock und vielen dünnen, behaarten Stängeln. Die gezähnten, hellgrünen Blätter sind meistens vierteilig. Im Vebera trägt der Farawei die typischen langstieligen Blüten mit vier gelben Blütenblättern. Der Wurzelstock wird von Crewü bis Rierge gesammelt und in der Sonne getrocknet. Dann kann er feingehackt und unter Speisen oder Teemischungen gegeben werden.

Anwendung:

Der Verzehr von Farawei erhöht die geistige Kreativität. Probleme lassen sich jetzt viel einfacher überdenken und Lösungen dafür werden plötzlich gefunden. Allerdings konzentriert sich der Betroffene dermaßen stark auf die eigenen Probleme, dass seine Wahrnehmungsfähigkeit allgemein stark sinkt. (10 g Farawei bewirken eine Malus von 30 Punkten auf alle Wahrnehmungsfähigkeiten, die Wirkungsdauer beträgt 30 – 60 min und hängt von der Konstitution ab.)

Felmrd

Ein etwa 15 bis 20 cm hoch wachsendes Kraut mit schmalen, gekräuselten, blauroten Blättern. Die Pflanze blüht von Glefröt bis Trowla. Die orangegelben bis roten Blüten sind sehr klein, dafür aber zahlreich. Während der Blütezeit sollte die Pflanze nicht verwendet werden, da sie dann in der Anwendung keine Wirkung zeigt. Im Sammü und von Böstwe bis Zensch können die Blätter und Wurzeln gesammelt und getrocknet werden.

Anwendung:

Getrocknete Felmrd kann unter Speisen gemischt werden, ist aber an seinem leicht nussigen Beigeschmack von Kräuterkundigen erkennbar. Das Pulver nimmt Einfluss auf die geistigen Fähigkeiten. Die Gedankengänge des Betroffenen geraten durcheinander. (Bei 10 g Felmrd sinkt der Wert für Klugheit um 25 Punkte, bei 15 g um 40 Punkte und bei g um 80 Punkte. Die Wirkung hält in jedem Fall etwa eine Stunde an.)

Friedensbringer

Dieses Kraut, welches einen sehr aromatischen, ungemein charakteristischen Geruch besitzt, ähnelt in Form und Farbe den Tabaksorten, welche die Halblinge im und um das Graubtal herum anbauen.
In den feuchteren Regionen Orotas kommt es häufiger vor, es besitzt keinen weiteren und größeren Wert, selbst für die Szoths, die sich mit den Kräutern des Sumpfes auskennen. Erst wenn der Friedensbringer von der harmlosen Friedenskrautechse (Bufo pax kruderis) verspeist wird (Friedensbringer ist im übrigen ihr Leibgericht), entfaltet es im Magen derselbigen seine Wirkung. Durch Magensäfte und andere unaussprechliche Vorgänge entstehen aus den Säften des Friedensbringers im Darm der Echse die Essenz.

Anwendung:

  1. Der Darm der Echse wird samt Inhalt entfernt, an der Luft getrocknet und zerkleinert, wodurch das Ganze eine gewisse Ähnlichkeit zu einem feinen Tabak bekommt. Dieser Tabak wird anschließend geraucht. Die benötigte Menge für eine Pfeife muss aus 50-70 Echsen gewonnen werden, daher kostet eine Dosis Essenz ca. 230 Oros (=Goldstücke).
    Wirkung: Das Rauchen versetzt den Raucher in einen Zustand der absoluten Glückseligkeit, die mehrere Stunden anhält. Die Wahrscheinlichkeit, von der Essenz abhängig zu werden beträgt 100% (je nach Wille des Rauchers), nach jedem Genuss muss der Raucher eine Wi-Probe bestehen, um nicht dauerhaft süchtig zu werden.
  2. Wird die Essenz in heißem Wasser aufgelöst (etwa die gleiche Menge wie beim Rauchen) und der Dampf inhaliert, so resultiert daraus folgende
    Wirkung: Durch das Inhalieren wird ein geistiger bzw. körperlicher Schock auf der Stelle überwunden. Allerdings besteht beim Inhalieren die gleiche Wahrscheinlichkeit, abhängig zu werden wie beim Rauchen (s.o.).

Sucht:

Der nach Friedenskraut Süchtige benötigt seine tägliche Dosis, um nicht streitsüchtig und unbeherrscht zu werden. Außerdem stellt sich eine zunehmende körperliche Schwäche ein. Der Kk-Wert nimmt um 30 Punkte ab, jedoch nicht die Angriffslust… Alle 1W6+2 Tage wiederholt sich der Verlust. Kurz bevor die Körperkraft auf oder unter Null sinkt oder während eines „regulären“ Kampfes greift der Süchtige bei einer misslungenen Wi-Probe alles an, was in seine Nähe kommt. Dabei kämpft er ohne Rücksicht auf Verluste bis zur Bewusstlosigkeit oder Tod.

Sinkt die Kk auf oder unter Null, so wird der Süchtige bewusstlos und fällt in ein Koma, welches 3W6 Tage anhält (s. Tabellen d1/d2). Überlebt er, auf welche Weise auch immer, das Koma, so ist seine Sucht geheilt, jedoch wird er für den Rest seines Lebens Nachwirkungen seiner Sucht haben: jede Suchtwahrscheinlichkeit bei anderen Rauschgiften aller Art steigt um 50%, der Zechen-Wert wird niemals über 5 steigen (lag er darüber, so sinkt er auf 5).

Süchtige sind leicht zu erkennen (Ri-Probe), da sie immer der verbrannt-modrige Geruch von fauligen Sumpfgasen umgibt (Ch-Wert –40).

Friehkoal

Die Friehkoal ist eine Schmarotzerpflanze, die ihre Wurzeln in die Rinde von Laubbäumen hinein bohrt und dann nach und nach am Stamm entlang in Richtung Licht wächst. Die Friehkoalblüten zeigen sich vereinzelt ab Anfang Trowla, doch bis die Pflanze tatsächlich in voller Blüte steht, vergehen meist noch 8 – 12 Wochen. Die Blüten sind übrigens pinkfarben und trichterförmig, die Blätter schmal und geringelt.

Anwendung:

Aus den Blüten und Blättern kann man einen Trank herstellen, der die Tragweite der Stimme um das fünffache erhöht, so dass diese sehr viel weiter zu hören ist als normalerweise.

Gägerbflog

Der Gägerbflog ist eine Laubbaum mit roten, an den Rändern gezackten Blättern. Von Sammrü bis Glefröt ist seine Blütezeit. Die Blüten sind relativ klein und haben gelbe, gezackte Blütenblätter. Ab Ende Vebera bis Mitte Jund wachsen dann die orangegelben Gägerbflogbeeren.

Anwendung:

Aus den Beeren kann ein Ölauszug gewonnen werden, der als Grundlage für ein Massageöl dienen kann. Körperteile, die mit diesem Massageöl behandelt werden, werden geschmeidiger und gelenkiger. Außerdem können physische Tätigkeiten nach der Behandlung viel schneller durchgeführt werden. (Das kann sehr hilfreich sein, wenn man beispielsweise in kurzer Zeit weit rennen will…) Allerdings hält die Wirkung nur etwa eine Stunde an, danach fühlt sich der Betroffene sehr erschöpft. Die Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit steigt in dieser Stunde an (+30). Ebenso steigt die körperliche Ausdauer (kAP +30), fällt allerdings nach Ablauf dieser Stunde ziemlich stark (kAP –50).

Gauste

Die Gauste ist eine sehr gefährliche Pflanze. Ihr Stängel ist dick und mit ca. 1 cm langen Stacheln besetzt. Diese Stacheln sind sehr spitz und bleiben mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit in der Haut desjenigen stecken, der ihnen zu nahe kommt. Durch diese Stacheln gelangt dann das Gift der Gauste in den Körper des Betroffenen, dessen Wirkung innerhalb von 10 Minuten einsetzt. Der Betroffene verliert völlig den Sinn für die Wirklichkeit und hält sich selbst für sehr viel wichtiger und erfolgreicher, als er eigentlich ist. Gefahren gegenüber verhält er sich äußerst sorglos, da er sich für unbesiegbar hält. Die Wirkung hält bis zu 6 Tage an (1W6).

Gliddip

Der Gliddip ist ein bis zu 2 m hoch wachsender Strauch mit langen, spitz zulaufenden, gelb-grünen Blättern, der an Wald- und Feldrändern zu finden ist. Von Mitte Trowla bis Anfang Böstwe zeigt der Gliddip seine prallen, leuchtendroten Blüten, die besonders nektarreich sind. Daher sind die Gliddipsträucher während der Blütezeit meisten von ganzen Bienenschwärmen umgeben. Der Gliddiphonig ist außergewöhnlich aromatisch und daher sehr beliebt. Aber Vorsicht: Wenn man den Gliddiphonig während intensiver Sonnenstrahlung zu sich nimmt, kann es und wird es wahrscheinlich auch zu furchtbaren Flatulenzen kommen, die im schlimmsten Falle ein Zerbersten der Gedärme zur Folge haben können.

Güldenwoath

Der Güldenwoath ist eine ca. 150 – 200 cm hoch wachsende Kakteenart mit ca. 10 cm langen Stacheln. Alle zwei Jahre trägt der Güldenwoath große, pinkfarbene Blüten. Im Jund wachsen dann die Güldenwoath-Früchte. Diese Früchte sind hellrot, etwa 5-6 cm lang und haben eine bauchige Form.
Der frische Güldenwoath-Saft, der aus diesen Früchten gewonnen werden kann, ist etwa 8 Tage haltbar. In Alkohol eingelegte Früchte sind etwa 14 Monate haltbar.

Anwendung:

Der Verzehr einer Güldenwoath-Frucht, ob nun pur, unters Essen gemischt oder aber als Saft bewirkt beim Betroffenen, dass er nicht mehr lügen kann. Er ist absolut ehrlich und beantwortet alle an ihn gestellten Fragen. Durchschaut der Betroffene allerdings die Lage (gelungene Kl-Probe), so kann er versuchen, die Wahrheit durch geschickte Wortwahl zu verschleiern.

Haga

Der Haga ist ein 20 – 30 cm hohes Pflänzchen mit flaumig behaartem Stängel und eiförmig, an der Spitze gezähnten Blättchen. Man findet ihn in ganz L’Feüd an Wiesen, Heiden oder Mooren. Seine sehr kleinen, weißen Blüten haben kugelförmige Blütenstände und verbreiten einen stark aromatischen Duft. Die Blütezeit ist von Sammü bis Glefröt. Zwischen Jund und Rierge kann man die Wurzeln und Blätter der Pflanze sammeln und weiterverarbeiten.

Anwendung:

Ein Trank, der aus Hagablüten und Plexiwein hergestellt wurde, hilft bei der Regenerierung (1W4 Lebens-Energie) und erhöht die körperliche Ausdauer (1W6 kAP).

Hworx

Beim Hworx handelt es sich um einen gedrungenen Stauch, der etwa 180 – 200 cm hoch werden kann. Man findet ihn vor allem an trockenen, warmen Standorten. Seine länglichen, am Ende spitz zulaufenden Blätter haben eine kräftige gelbgrüne Farbe und wachsen direkt am Busch.

Anwendung:

Aus diesen Blättern kann ein Tee zubereitet werden, der als besonders wohlschmeckend und gesundheitsfördernd bekannt ist. Trinkt man täglich eine Tasse dieses Tees, so sinkt bereits nach einer Woche die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung um 50% (Konstitution +10). Die körperliche und geistige Ausdauer steigt um 10%. Die Wirkung dieses Tees hält noch eine Woche nach Genuss der letzten Tasse an.

http://www.larisweb.de

Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
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