Die
Quigenza ist eine Pflanze, die nur in sehr heißen, regenreichen Orten
zu finden ist. Ihre Blätter sind dunkelgrün und haben eine rautenförmige
Gestalt. Die Blüten, die von Trowla bis Crewü direkt am Stängel
wachsen, haben jeweils vier ebenfalls rautenförmige, gelbe Blütenblätter.
Ab Mitte Vebera bis Anfang Zensch trägt die Pflanze kleine, gelbe Früchte.
Anwendung:
Der
Verzehr von rohen oder gekochten Quigenzafrüchten oder von Quigenzafruchtsaft
hat auf den Körper eine sehr entspannende Wirkung. Schmerzen, die aufgrund
zu hoher körperlicher Belastungen oder Verwundungen entstanden sind,
werden gemildert.
Allerdings hat Quigenza auch eine ungewöhnliche Nebenwirkung: Wer Quigenzafrüchte isst, verspürt plötzlich ein verstärktes Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen. Selbst Leute, die normalerweise als extrem introvertiert gelten, lassen alle Hemmungen fallen und reden einfach drauflos. Wer dagegen eine Tasse Tee aus Quigenzablättern zu sich nimmt, meint nun, die Welt sehr viel intensiver zu erleben. Er sieht sie jetzt in ganz tollen Farben, hört ganz tolle Geräusche, riecht ganz tolle Düfte und befindet sich in einer ganz tollen Stimmung. Allerdings sind seine Sinne dermaßen auf die unmittelbare Umgebung konzentriert, dass er über einen Umkreis von 2 m hinaus nichts anderes mehr wahrnimmt (auch niemanden, der gerade Quigenzafrüchte gegessen hat und unheimlich viel redet…).
Der Reladamm ist eine etwa 50 – 60 cm hohe Pflanze mit kurzem Wurzelstock und grundständiger Rosette aus verkehrt-eiförmigen Blättern. Der Blütenschaft ist rund und hohl mit 10 – 30 mm breitem Blütenkopf. Seine Blütezeit ist im Glefröt. Den Reladamm findet man auf Wiesen, Weiden, Wegrändern und Waldlichtungen in ganz L’Feüd. Sein Stängel enthält eine dicke, weiße Flüssigkeit.
Anwendung:
Unter Zugabe von ein wenig Wasser werden die Reladammstängel zerkocht und anschließend durch ein feines Sieb gegeben. Man gewinnt so eine homogene, weiße Masse, die als Grundlage von Salben genutzt werden kann. Die Haltbarkeit der Inhaltsstoffe wird um bis zu einem Drittel erhöht.
Eine bis zu 2 m hoch wachsende Staude mit schmalen, an den Rändern gezackten Blättern. Von Mitte Glefröt bis Anfang Trowla ist die Reperdirme fast vollkommen mit ihren kleinen, gelben Blüten bedeckt und damit auch von großer Entfernung her leicht zu erkennen. Man findet sie an sonnigen Plätzen mit steinigem Boden in ganz L’Feüd.
Anwendung:
Die Blüten werden gesammelt und entweder frisch oder getrocknet als Tee verwendet. Dazu übergießt man 20 g Reperdirmeblüten mit einem Liter kochendem Wasser, lässt das dann etwa 20 Minuten stehen und seihe es schließlich durch ein Sieb ab. Dieser Tee hat einen sehr angenehmen Geschmack und sorgt außerdem für ein Gefühl äußerster Behaglichkeit. Bereits nach wenigen Schlucken dieses Tees fühlt sich der Teetrinker viel wohler und entspannter. Er findet seine Umgebung besonders angenehm und freundlich. Im gleichen Maße sinkt auch sein Misstrauen anderen Leuten gegenüber (Menschenkenntnis –10) und er gibt sich viel vertrauensvoller…
Der Rieljéde ist ein kugelförmiger Bodenpilz mit einer dünnen, orangefarbenen Oberfläche. Er wächst in ganz Orota an schattigen, waldnahen Plätzen.
Anwendung:
Der Verzehr des gekochten Pilzes und vier Stunden anschließenden Schlafs ermöglicht eine vollständige Regeneration der geistigen und körperlichen Ausdauer. Allerdings besteht die Möglichkeit (mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%), dass man bei größerer Anstrengung sofort wieder einschläft. Nach jeder erneuten Anwendung wird diese Möglichkeit immer wahrscheinlicher (steigt um jeweils 10%). Diese Wirkung vergeht erst nach acht Nächten normalen Schlafs.
Die Rote Wrelau ist ein 1 – 2 m hoch wachsender Strauch mit dunkelgrünen, länglichen Blättern. Von Mitte Glefröt bis Ende Crewü trägt sie weiße Blüten. Ihren Namen hat die Rote Wrelau ihren roten, beerenartigen Früchten zu verdanken, die sie von Böstwe bis Jund trägt. Verwendbar für die Heilkunde sind ausschließlich die Blätter, die von Sammü bis Versoll gesammelt werden können.
Anwendung:
Daraus kann ein Trank zubereitet werden, der allgemein belebend wirkt. Für einen Zeitraum von 6 Stunden steigt die körperliche Ausdauer (1W20). Ein besondere Wirkung hat der Trank der Roten Wrelau jedoch auf Centauren, bei ihnen steigt die Konzentrationsfähigkeit (um 1W20+10). Mit der Verwendung des Tranks sollte jedoch umsichtig umgegangen werden, da 6 Stunden nach Einnahme nicht nur die Wirkung schlagartig nachlässt (die hinzugewonnen Punkte werden komplett abgezogen), sondern auch die Möglichkeit besteht (5%), dass ein dauerhafter Schaden entsteht (alle aktuellen Eigenschaftswerte sinken um 1W6).
Schattenkelch ist ein kniehohes Farngewächs mit kleinen, dunkelgrauen kelchförmigen Blüten (Blütezeit: Trowla bis Vebera), das selten in feuchten Wäldern auf L’Feüd und Khamsati gefunden werden kann.
Anwendung:
Die Schliekontle ist eine kleine, am Boden wachsende Pflanze, die man an heißen, trockenen und sandigen Orten findet. Sie hat dicke, runde Blätter, die Wasser speichern können und so der Pflanze das Überleben in einer besonders wasserarmen Umgebung sichert. Im Crewü und im Jund trägt der Schliekontle fast würfelförmige, grün-weiße Beeren.
Anwendung:
Die Beeren kann man sammeln und in der Sonne trocknen. In dunklen Gefäßen oder Beuteln sind diese Beeren dann etwa 16 Monate haltbar, wobei die Wirkung allerdings jeweils nach 4 Monaten halbiert wird. Wer nun das Pech hat, diese Beeren zu verzehren, man könnte sie beispielsweise unters Essen mischen oder in Teemischungen geben, wird unter Angstzuständen und Beklemmungen leiden. Seine Wahrnehmung sinkt um 20, seine Kf- und Wi-Werte sinken um je 40 Punkte.
Der Sollinger ist eine kleine Wald- und Wiesenpflanze mit dunkelgrünen, schmalen Blättern und ist im Süden L’Feüds beheimatet. Der Sollinger blüht von Sammrü bis Böstwe mit kleinen, roten Blüten. Von Trowla bis Rierge kann man dann die Sollingen ernten. Das sind kleine, dunkelrote Beeren.
Anwendung:
Der Saft wird herausgepresst und dann 1:1 mit Kamillenblütenextrakt vermischt. Wenn man nun eine kleine Menge - bereits ein Tropfen genügt – in seine Augen tröpfelt, öffnen sich die Pupillen weiter als gewöhnlich und man kann nun im Dunkeln mindestens genauso gut sehen wie beispielsweise ein Zwerg. Allerdings sei vor der Anwendung bei Tageslicht oder einer anderen starken Lichtquelle gewarnt, denn dann besteht die Gefahr, die Sehfähigkeit für etwa 6 – 12 Stunden zu verlieren. Die Wirkung der Sollingen-Augentropfen hält beim Menschen etwa 5 Stunden an. Man kann diese Tropfen auch in kleinen, gut verschlossenen Phiolen aufbewahren, allerdings lässt die Wirkung nach etwa 8 Monaten merklich nach und an Ablauf eines Jahres zeigen die Sollingen-Augentropfen keine Wirkung mehr.
Der Stefjogd ist eine kleine Wiesenblume, die in ganz Orota an sonnigen Plätzen zu finden ist. Sie blüht von Sammü bis Crewü mit kleinen, rosa Blütenblättern und hellblauem Stempel.
Anwendung:
Die Pflanze ist wirklich hübsch anzusehen, hat in der Heilkunde aber keinerlei Bedeutung. Es soll allerdings eine ganz eigenartige Verwendungsmöglichkeit für den Stefjogd geben. Dazu werden die Blüten gesammelt – was allein schon mächtig viel Arbeit ist – und getrocknet. Die getrockneten Stefjogdblüten werden dann zwischen zwei Steinen zu einem feinen Pulver zerrieben. Mit diesem Pulver kann man eigentlich wenig anfangen, einzig aufgebracht auf einen Zwergenbart zeigt es eine, wenn auch für den betroffenen Zwergen unangenehme Wirkung: Der Bart beginnt zu jucken. Dieses Jucken hält ca. 8 Tage an und kann durch wiederholtes Auftragen intensiviert werden. Als Gegenmaßnahmen sind nur zwei Behandlungsmöglichkeiten bekannt:
Sicherlich wird kein Zwerg freiwillig seinen Bart mit Stefjogd bestäuben, doch sollen schon so manchem Weggefährten eines Zwerges angesichts dessen Bartes recht grausame Gedanken gekommen sein…
Der Tarascon ist ein zwei- bis mehrjähriges Gewächs, das bis zu 100 cm hoch wird. Er wächst auf Feldern, in lichten Wäldern, an Hecken, Gebüschen und Wegen in ganz Orota. Er hat lange, haarige Stängel, die ovale, gelbgrüne Blätter und von Böstwe bis Jund blaue oder rosa Blüten tragen.
Anwendung:
Die Blätter sollte man bei der Behandlung von Bisswunden verwenden. Wird eine solche Wunde innerhalb von 4 Stunden mit Hilfe eines Druckverbandes aus frischen Tarasconblättern behandelt, wird die Ansteckungsgefahr von Krankheiten wie z.B. Tollwut um 90% reduziert.
Aus Tarascon kann auch eine Heilsalbe für Bisswunden hergestellt werden, die die Ansteckungsgefahr um 70% reduziert.
Tnarb wächst als Busch und wird etwa 40 cm hoch. Mit viel Phantasie erkennt der Betrachter in ihren Blättern die Form einer Menschenhand. Der Busch treibt keine Blüten aus, sondern er vermehrt sich dadurch, dass abgebrochene Äste in der richtigen Umgebung sprießen und sich zu einer neuen Pflanze entwickeln. Tnarb bevorzugt trockene Regionen Selocs, da sie ohne viel Wasser auskommt und bei zuviel des Nass’ verschimmelt.
Anwendung:
Den Udofer-Strauch erkennt man leicht an seinen hellgrünen Blättern, die im Sonnenlicht goldfarben glitzern. Im Glefröt trägt er zarte, goldfarbene Blüten. Doch das eigentlich Wunderbare sind die tränenförmigen, etwa 4 cm großen Udofernüsse, die im Jund geerntet werden können. Diese Nüsse müssen dann mindestens einen Monat lang getrocknet werden. Dazu gibt man sie am Besten in einen mit Birkenholzspänen gefüllten Leinenbeutel.
Leider ist der Udofer Strauch ziemlich selten und auch nur an eher unzugänglichen Standorten im Gebirge zu finden. Udofernüsse halten sich bei angemessener Lagerung bis zu 18 Monate. Ein Strauch trägt etwa 20 – 30 Nüsse.
Anwendung:
Mit ein wenig Geschick oder dem extra dafür entwickelten Udoferknacker bricht man die Schale auf. Gibt man dann ein wenig säurehaltige Flüssigkeit, also beispielsweise Essig oder Zitronensaft dazu, beginnt der Kern der Udofernuss zu leuchten. Dieses Leuchten entspricht bei Zugabe von Zitronensaft etwa dem Schein einer Kerze und hält ca. 12 Stunden an.
Doch Vorsicht: Die Wirkung ist stark abhängig von der Konzentration der Säure! Je höher die Säure konzentriert ist, desto heller leuchtet die Nuss, aber desto kürzer hält das Leuchten das auch an.
Der Wächtef ist ein Kletterstrauch der nur im Süden L’Feüds vorkommt. Auffällig sind seine riesigen Blätter, von denen alleine der Stiel etwa 7 cm lang ist. Von Trowla bis Anfang Vebera trägt der Wächtef weiße bis türkisfarbene Blüten. Sein Stängel ist vierkantig und hat lange, für den Menschen unangenehme Stacheln. (Verletzt sich ein Mensch daran, bekommt er einen Punkt LE-Schaden, der erst nach 1W6–1 Tagen verheilt). In der Erntezeit von Jund bis Zensch trägt der Wächtef runde, rote Beeren.
Als Arzneidroge eignet sich die große, weitverzweigte Wurzel der Pflanze, die meterlang unter der Erde wächst. Sie wird erst getrocknet und dann weiterverarbeitet.
Anwendung:
Ein Trank aus geriebenen Wächtef bewirkt beim Anwender einen langen, etwa 12 Stunden andauernden Schlaf. Vor Ablauf dieser Zeit ist es schwer, den Schläfer zu wecken, er reagiert weder auf Geräusche noch auf Berührungen, es sei denn ihm wird ein körperlicher Schaden zugefügt. Wenn der Schlaf nicht unterbrochen wird, steigen die Werte für körperliche und geistige Ausdauer auf 125% des normalen Wertes an. Wird der Schlaf dagegen unterbrochen, sinken die Werte für körperliche und geistige Ausdauer um 50% des normalen Wertes.
Dieses unangenehm wirkende Pulver wird aus den zermahlenen Kernen der spitzblättrigen Dunkelschlammbeeren gewonnen (nicht zu verwechseln mit den gezahnten Grauererbsen…) Diese Beeren wachsen vereinzelt an geheimen Quellen in dunklen Wäldern auf ganz Orota (Blütezeit: Böstwe, Erntezeit: Zensch). Man sagt, dass die Dunkelschlammbeere besonders häufig dort zu finden ist, wo Leute zu Tode gekommen sind oder schwere Verbrechen (z.B. schwarze Riten) verübt wurden.
Auf den Märkten Orotas sind die Dunkelschlammbeeren äußerst selten zu finden, am wahrscheinlichsten erhält ein Schamane die Beeren bei einem Kollegen seiner Zunft. Selbst dann muss er mit Kosten bis zu 100 Oros (=Goldstücke) für eine kleine Handvoll Beeren rechnen (sofern er rechnen kann…)
Anwendung:
Der
Worringen ist ein fünf bis neun Zentimeter hoch wachsender Pilz, mit
hellgrauem Stängel und einem dunkelgrauen Schirm mit einem Durchmesser
von 8 – 12 cm. Man erkennt ihn leicht
an den violetten Flecken auf dem dunkelgrauen Schirm. Außerdem wächst
er immer in der Nähe von Bäumen, die von einem Blitz getroffen
wurden. Der Worringen schmeckt, wenn er zur falschen Zeit gesammelt wird,
sehr scheußlich, verursacht Magenverstimmungen und Hautausschläge.
Wenn allerdings im Zensch an einem Gaschdäg, Glerpdäg oder Mastaf
Vollligor ist und der Worringen am darauf folgenden Tag zwei bis drei Stunden
nach Sonnenuntergang gesammelt, geputzt und mindestens eine Woche lang in
eine Mischung von ¼ Honig und ¾ Wasser eingelegt wird, dann schmeckt
er ziemlich süß und hat nur noch einen relativ leichten, scheußlichen
Nachgeschmack.
Anwendung:
Nach dem Verzehr eines korrekt präparierten Worringen ist man nicht nur ziemlich satt, sondern auch für 24 Stunden gegen Magie geschützt. Bei Gildenmagie bis Spruchstufe 5 ist man vollkommen resistent, höhere Magie zeigt höchstens ein Drittel der beabsichtigten Wirkung.
Der
Wrattle ist eine in ganz besonders trockenen und unwirtlich erscheinenden
Gegenden L’Feüds und Selocs vorkommende Kakteenart. Er wird etwa vier
bis fünf Meter hoch und hat lange, sehr kräftige, tiefschwarze
Stacheln. Die Pflanzenteile enthalten einen weißlich-roten Saft, der
ausgepresst werden kann.
Anwendung:
Der Verzehr von 50 ml dieses Saftes erhöht die Konzentrationsfähigkeit um ca. 50%. Die Pflanzenteile sind etwa 2 Wochen haltbar. Man kann daraus auch eine Tinktur herstellen, die etwa 7 Monate haltbar ist, allerdings ist diese nur halb so wirksam.