Die
Arnika ist eine ganz besondere Pflanze. Ihre Blütezeit ist zwei Tage
vor und nach der Sommersonnenwende (16. Vebera). Da die Blüte der Arnika
einer Sonne ähnlich ist, schreiben ihr viele Vitalisten magische Kräfte
zu. Sicher ist jedoch, dass die Arnikapflanze wundervoll duftet, 30 bis 60
cm hoch wird und in den gemäßigten Breiten Orotas zuhause ist.
Eine frische Arnikablüte kostet 30 Oros (=Goldstücke), getrocknet hat sie einen Wert von etwa 20 Oros (=Goldstücke).
Die Birke, ein mittelgroßer Baum, ist eine ausgesprochene Pionierpflanze in ganz Orota. Auf ausgelaugten Böden ist sie zuhause, daher trifft man sie an vielen Stellen Orotas an, vor allem in den Sümpfen findet man zudem die Sumpfbirke, in den kalten Gebieten L’Feüds und Khamsatis findet man die Tundrabirke, die einen Krüppelwuchs zeigt. Alle Birken blühen sehr früh im Jahr, schon zu Beginn des Sammrü sieht man die ersten Blüten.
Die
Brennessel (nicht zu verwechseln mit der Taubnessel) ist überall auf
Orota zuhause. Sie wächst überall, und jeder hat bestimmt schon
einmal Bekanntschaft mit den Brennhaaren gemacht, welche die gesamte Pflanze
bedecken.
Äußerst nahrhaft ist ein Salat aus den jungen Blättern der
Pflanze, der zu Ende des Winters freudig als erste frische Abwechslung des
Frühlings genossen wird. Die Brennessel blüht das gesamte Frühjahr
hindurch, an sonnengeschützten Lagen auch länger.
Der Bur-Kaktus kommt ausschließlich an den Ufern des Nakret vor, wo
der kugelförmige Kaktus eine Höhe von fünf Metern erreichen
kann. Innerhalb dieser Kugel speichert der Kaktus enorme Mengen Wasser, das
von einem geschickten Wüstenläufer auch angezapft werden kann.
Abgestorbene Bur-Kakteen dienen sogar einigen Nomadenstämmen als Behausungen,
da die Hülle des Kaktus nach den Absterben zurückbleibt und so eine
kugelförmige Hütte bildet.
Der Bur-Kaktus blüht alle Jubeljahre einmal, wenn genügend Wasser
vorhanden ist. Die Blüten werden etwa handgroß und sind begehrte
Delikatessen unter den Ahab.
Das Edelweiß ist eine extrem seltene Gebirgspflanze, die auf ganz
Orota zuhause ist. Ihre Blütezeit ist der Böstwe. Der Sage nach
ist das Edelweiß die einzige Pflanze auf Orota, die von allem Göttern
gemeinsam geschaffen wurde. Aus diesem Grunde sagt man ihr unglaubliche Heilkräfte
nach, die aber bisher kein Vitalist entschlüsseln konnte.
Die Blüte einer Edelweiß kostet, egal ob getrocknet oder frisch,
auf den Märkten Orotas mindestens 400 Silberstücke.
Die mächtige Eiche findet man fast überall auf Orota, nur in Höhen
über 800 m wird man nicht fündig. Sie bevorzugt Gegenden mit einer
regelmäßigen Wasserzufuhr, zu nass darf es ihr aber auch nicht
sein.
Die Eiche blüht von allen Bäumen am spätesten. Erst Ende Trowla
bilden sich die Knospen, wobei die Blütezeit mit etwa fünf Tagen
recht kurz ist.

Der
Feuerdorn ist eine beliebte Garten- und Heckenpflanze auf ganz Orota. Die
ausgewachsen etwa mannshohen Büsche bilden eine nahezu undurchdringliche
natürliche Wand, da unzählige Dornen das Vorwärtskommen unmöglich
machen.
Im Glefröt blüht der Feuerdorn, wobei die Blüten eine sehr intensive rote Farbe besitzen (daher der Name Feuerdorn).
Fliegenpilze
finden sich in allen feuchten Wäldern Orotas.
Auf dem Markt kostet ein Fliegenpilz etwa 5 Kupferstücke.
Der
Granatapfelstrauch ist eine robuste Pflanze, die auf ganz Orota heimisch ist.
Sie bevorzugt allerdings feuchte Lagen. Hauptblütezeit ist der Sammrü,
im Böstwe sind die kleinen, kugelrunden Früchte reif.
Ein Granatapfel kostet auf dem Markt ca. 2 Silberstücke, der Preis schwankt je nach Jahreszeit.
Die Kartoffel ist eine seltene Pflanze auf Orota, da sie von den Mächtigen als Delikatesse hoch geschätzt wird. In den meisten Regionen wird sie daher nur von ausgewählten Personen angebaut, um damit die Herrschenden zu erfreuen. Die Wildkartoffel ist in den gemäßigten Höhenlagen Orotas zuhause. Die Kartoffelpflanze ist eine niedrige, krautige Pflanze mit weißen oder blassvioletten Blüten, die sich von Trowla bis Crewü zeigen.
Dieses
unscheinbare Rankengewächs ist in ganz Orota heimisch, wobei es dennoch
eher die trockeneren Steppengebiete bevorzugt. Es rankt gerne an Wänden
hoch und da die Blätter auch im Winter eine tiefgrüne Farbe besitzen,
werden sie häufig als Zierpflanzen eingesetzt.
Blütezeit ist von Sammrü bis Vebera, die Früchte, kleine weiße
Erbsen, sind ab Crewü reif. Tritt man auf eine Knallerbse, so ertönt
ein lauter Knall, der so manches Anschleichen an bewachsene Häuser verhindert
hat.
Knallerbsen sind auch unter Kindern sehr beliebt, auf dem Markt bekommt man
eine Handvoll für ein Silberstück.
Die sehr seltene Knochenblüte wächst auf alten, verlassenen Begräbnisstätten
auf ganz Orota. Dort kommt sie dann in kleinen Gruppen zu etwa 20 bis 30 Pflanzen
vor.
Die Knochenblüte blüht alle zwei Monate für etwa drei Tage,
während der Todesmond Mortus sein volles Gesicht Orota zuwendet.
Das Kubis ist eine Dschungelpflanze, die ausschließlich auf Seloc
zu finden ist, vor allem in Las Mahojn und Texaman.
Sie eignet sich hervorragend dazu, reißfeste, dauerhafte und kaum brennbare
Seile herzustellen.
Eine Ranke kostet in Seloc 5 Silberstücke, in Terreth L’Feüd
liegen die Preise um 50 Silberstücke.
Der Kürbis ist eine auf Orota sehr seltene Gemüsepflanze, die jedoch von einigen Klöstern mit großem Erfolg gezüchtet werden konnte. Kürbispflanzen benötigen einen humusreichen, gesunden Boden, der zudem nicht zu fest sein darf. Im Trowla beginnt er zu blühen, wobei jede Kürbispflanze nur eine Blüte ausbildet. Aus dieser Blüte wächst im Laufe eines feuchten und warmen Sommers ein gewaltiger Kürbis heran, dessen Fruchtfleisch eine begehrte Speise darstellt.
Dieser sehr seltene Baum findet sich in den gemäßigten Breiten
Orotas. Seine Zucht ist bisher immer fehlgeschlagen, so dass nur wenige Exemplare
in Regionen mit dichter Besiedlung zu finden sind.
Ein Liebesapfel kostet 25 Silberstücke.
Dieser mächtige Dschungelbaum findet sich ausschließlich im großen
Dschungel auf Seloc, und hier vor allem in Las Mahojn. Sein Holz ist ein begehrtes
Bau- und Möbelholz, weil es sehr stabil ist und eine wunderschöne
Maserung und rotbraune Farbe besitzt. Für die Pedrusianer ist der Mahagonibaum
ein heiliger Baum, sein Holz wird niemals verzehrt, es käme einem schweren
Sakrileg gleich.
Der Baum blüht während des ganzen Jahres, ebenso sind seine Früchte
immer zu finden. Mahagoniholz wird auf den Märkten Selocs teuer gehandelt,
auf den übrigen Kontinenten wird man dieses Holz höchstens bei Königen
finden.
Die
Mistel, auch Hexenkraut oder Donnerbesen genannt, ist ein Halbschmarotzer,
der auf Laub- und Nadelbäumen in ganz Orota zu finden ist.
Auffällig ist, dass die Mistel das ganze Jahr über tiefgrüne
Blätter trägt, daher ist sie während der kalten Jahreszeit
sehr gut zu entdecken.
Die Mistel blüht im Glefröt und zu Beginn des Trowla.
Der Olivenbaum wächst an warmen, küstennahen Orten auf Orota. Begehrt ist das Öl, das vor allem die Bewohner Roz-Koschs aus den Früchten gewinnen. Die Olive blüht zweimal im Jahr, einmal im Klinbo und einmal im Crewü. Daher können die Oliven auch zweimal im Jahr abgeerntet werden.
Die Rose kommt vor allem auf Seloc vor, wo sie vor allem als Kletterrose kultiviert und gezüchtet wird. Die Rose blüht während des gesamten Sommers, wobei ihre Blüte verschiedenartig geformt und gefärbt sein kann.
Der
Schlehdorn, vielerorts auch Schwarzdorn genannt, kommt im gesamten mittleren
Gebiet Orotas vor. Der etwa drei Meter große Strauch, dessen Dornen
etwa fünf Zentimeter lang werden, blüht im Glefröt, die kleinen
schwarzblauen Früchte (Schlehen) sind drei Monate später im Vebera
reif. Sie sind erst essbar, nachdem sie mehrere Male durchfroren sind.
Ein Beutel Schlehen (100 g) kostet auf dem Markt zwischen Tschar und Ljumland 10 Silberstücke, im übrigen Orota zwischen 50 und 100 Silberstücke.
Dieses weitverbreitete niedrige Kraut wächst in allen trockenen Gebirgsregionen Orotas, seltener findet man es in Trockenmauern. Die Blüten des Schleierkrautes sind meistens weiß oder rosafarben. Die Pflanze blüht ab Böstwe bis in den Jund hinein.
Diese recht seltene, strahlend gelb blühende, etwa 20 cm große
Pflanze findet man in abgelegenen Gebieten (Waldränder, Trockenwiesen)
auf ganz Orota. Sie ist ein begehrtes Sammelobjekt wegen ihres Wohlgeruches
und der schönen Blüte.
Sie blüht während Glefröt und Trowla. Auf den Basaren Orotas
findet man gelegentlich die getrockneten Blüten dieser Pflanze, jedoch
ist sie mit 15–25 Silberstücken recht teuer.
Das Schneeglöckchen ist eine in L’Feüd und Khamsati weit verbreitete Gartenpflanze, die aber auch an Waldrändern zu finden ist. Als eine der ersten Pflanzen des Jahres beginnt sie bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu wachsen und durchbricht mit ihren scharfen Blättchen die Schneedecke. So blüht sie in L’Feüd dann auch schon im Ziolke, je weiter man nach Norden kommt, desto später blüht das Schneeglöckchen, deren weiße Blüten das Aussehen einer kleinen Glocke haben.
Das Spinnenkraut ist eine vor allem in den Sumpfgebieten L’Feüds
vorkommende fleischfressende Pflanze. Zwischen ihren astähnlichen Blättern
sondert sie feine Fäden ab, die ein spinnennetzartiges Muster annehmen.
In diesem Netz verfangen sich kleinere Käfer und Insekten, die zwischen
den Fäden zersetzt werden und schließlich als Dünger zu Boden
fallen.
Das Spinnenkraut blüht im Jund, bevor der Frost dem Wachstum ein Ende
setzt.
Diese
typische Sumpfpflanze mit ihren charakteristischen gelben Blüten (Blütezeit:
Trowla bis Vebera) findet man in allen Feuchtgebieten Orotas.
Auf dem Markt kostet die Pflanze 10 – 20 Silberstücke.
Da der überall auf Orota vorkommende grüne Klee nur drei Blätter
aufweist, kommt dem überaus seltenen Vierblattklee als Symbol des Glücks
und der Zufriedenheit eine große Bedeutung zu. Meistens wächst
der Vierblattklee auf versteckten Wiesen oder Waldlichtungen. Selten trifft
man ihn zwischen dem grünen Klee an, aber auch dort wurde er bereits
gefunden.
Vierblattklee blüht im Glefröt, wobei seine Blüte sehr klein
und unscheinbar ist.
Dieser Baum wächst in den Dschungelgebieten des Ljumlands rings um
das Zwillingsgebirge, Twija genannt. In diesem Dschungel, welcher das alte
Orkkönigreich Tyth Tarrock überwuchert hat, findet sich an einigen
ehemals kultischen Stätten der Walarisbaum. Dieser Urwaldriese, der alle
umgebenden Bäume um etwa 10 Meter überragt, ist bei den im Dschungel
lebenden Orks – Überreste des ehemaligen Orkreiches – wegen
seines besonderen Wachstums sehr begehrt.
Der Baum besitzt nur wenige Blätter, stattdessen läuft an seinen
Ästen und am Stamm eine eigentümliche schmutziggraue Flüssigkeit
herunter, die alle Nährstoffe an der Rinde hinab transportiert und den
Wurzeln des Baumes zuführt. Der Baum blüht nur zu einer besonderen
Mondkonstellation, wenn Lykanthro, Salpetros, Sittares und das Gottesauge
ihr volles Gesicht Orota zuwenden. Die Blüten sind handtellergroß
und besitzen eine elfenbeinerne Farbe.
Diese überaus schmackhaften Waldfrüchte wachsen in allen nicht
allzu trockenen Wäldern Orotas. Den gesamten Sommer über blüht
sie und trägt Früchte, die den Hunger unzähliger Waldläufer
stillen konnten.
In jüngster Zeit häufen sich Gerüchte, dass nach Verzehr der
Walderdbeeren tollwutähnliche Zustände den Esser überfielen.
Was an dieser Geschichte wahres dran ist, kann an dieser Stelle nicht geklärt
werden.
Eine dicke Walderdbeere kosten zur Erntezeit etwa ein Kupferstück, außerhalb
dieser Zeit ein Goldstück.
Wasserlilien wachsen überall dort, wo stehendes Süßwasser vorhanden ist und das Wasser nicht tiefer als etwa 60 cm ist. Ihre wunderschöne Blüte, die sich während des Glefröts bildet, ist auf vielen Wappen des Adels abgebildet.
Die Wicke ist eine zarte Kletterpflanze, die in den gemäßigten
Breiten L’Feüds und Khamsatis zuhause ist. Ihre Blüten sind
rosafarben oder hellblau, die Blütezeit liegt mitten im Sommer im Vebera.
Da Wicken nach einem Jahr absterben, ist der Anbau dieser wunderschönen
Pflanze sehr selten.
Dieses seltene Kraut findet sich häufig in Kräutergärten der
Klöster L’Feüds. Ansonsten findet man es gelegentlich in Wildwiesen,
sehr selten sogar mal an Wegesrand.
Der wilde Thymian kostet auf dem Markt etwa 75 Silberstücke.
Die
Wildrose ist ein beliebtes Ziergewächs in den Gärten der besser
betuchten Bewohner Orotas. Alle zwei Jahre trägt der stachelige Strauch
im Trowla blutrote Blüten, aus denen sich kleine rote Früchte entwickeln.
Zur Zeit der Ernte (im Crewü) kostet die Frucht der Wildrose etwa 5 Silberstücke,
sonst je nach Jahreszeit um die 55 Silberstücke.