
Bei den Centauren handelt es sich um eine nicht humanoide Rasse. Sie besitzen
einen Pferdekörper, dessen Kopf durch den Oberkörper samt Kopf
und Armen eines Menschen ersetzt wurde. Zumindest beschreiben die Menschen
die Centauren so. Sie selbst beschreiben sich als wunderschöne Wesen,
die Stärke, Anmut und Grazie ausstrahlen. In der Tat gehört es
zu ihren Wesensmerkmalen, arrogant und hochnäsig zu wirken. Im Grunde
ihrer Seele sind sie aber froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden und ihre
Freiheit haben.
Centauren werden bis zu 2,50 Meter groß und sind dabei überaus
muskulös, sowohl was den menschlichen wie auch den pferdischen Teil
angeht. Sie sind jedoch nicht sehr gewandt, was an ihrem massigen Körperbau
liegt.
Im Zweikampf haben sie sehr große Probleme, ihren Hinterteil zu schützen,
aus diesem Grunde bevorzugen sie den Kampf aus der Ferne, den sie im Laufe
ihrer Entwicklung perfektioniert haben. Daher ist ihre Fingerfertigkeit
und Konzentrationsfähigkeit höher als bei Menschen. Ihre Reaktionen
wirken häufig etwas träge, auch ist ihr Wille nicht gerade stark
zu nennen.
Centauren besitzen hervorragende Augen, die auch weit entfernte Gegenstände
ausgezeichnet sehen können, auch die sonstigen Sinne sind recht gut
ausgeprägt.
Centauren werden selten älter als 50 Jahre, mit 5 gelten sie als erwachsen. Wie man sieht, ist das Leben eines Centauren nur kurz, aus diesem Grunde legen viele Centauren sehr viel Wert darauf, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen und die anderen arbeiten zu lassen (was aber meistens nt funktioniert).
Die Centauren findet man auf ganz Orota, wo es flache Prärien oder Steppen gibt.
Die Centauren haben niemals eine Geschichtsschreibung besessen, sämtliche Kulturerrungenschaften haben sie von anderen Rassen übernommen.
Legenden besagen, dass eines Tages ein großer Centaurenführer alle Centauren vereinen und sie zu großem Ruhm führen wird.
Centauren leben als Einzelgänger und schließen sich nicht zu
Dorfgemeinschaften zusammen. Aus diesem Grunde haben sie nie eine eigene
Kultur geschaffen, sondern sie passten sich den vorherrschenden Umständen
an. Bei Kriegen waren sie begehrte Kämpfer und Boten und wurden häufig
als Söldner angeworben.
Finden zwei Centauren gefallen aneinander und beschließen sie, für
Nachwuchs zu sorgen, so übernimmt der weibliche Centaur die Aufzucht
des Kindes. Da Centaurengeburten extrem selten sind, kommen zu solch einem
Ereignis sämtliche Centauren der Umgebung zusammen, um das Neugeborene
zu begrüßen. Dabei bringen sie Geschenke mit, die in ihrer Menge
ausreichen, die Mutter und das Kind für die nächsten fünf
Jahre über die Runden zu bringen. Nach dieser Zeit gilt der junge Centaur
als erwachsen und er kann nun machen, was er will. Familienbanden kennen
Centauren nicht, von daher fällt der Abschied meistens nicht allzu
schwer.
Nach der Aufzucht durch die Mutter gehen junge Centauren zu einem Lehrmeister
ihrer Wahl, ernen genau einen Beruf (das könnte ja sonst in Arbeit
ausarten) und ziehen anschließend durch die Lande.
Freiheit und ein sorgenfreies Leben bedeuten alles für einen Centauren.
Geld spielt für sie eine wichtige Rolle, haben sie aber erst einmal
genug gesammelt, so setzen sie sich zur Ruhe, legen die Hufe hoch und genießen
ihr Leben in vollen Zügen. Es soll jedoch auch Centauren geben, die
Spaß am Lernen und an Abenteuer gefunden haben. Legenden berichten
von Centaurenhelden, die zu unermesslichen Reichtümern gekommen sind.
Viele Centauren träumen von solchen Heldentaten, die meisten sind jedoch
zu träge, diese Träume in die Tat umzusetzen.
Man sagt den Centauren nach, dass sie sehr stur sein können. Auf Diskussionen
legen sie keinen großen Wert, vor Problemen rennen sie am liebsten
fort. Gegner werden ohne große Reue und Rücksichtnahme bekämpft,
dabei sind ihnen alle Mittel heilig.
Es existiert nur ein Gott der Centauren, nämlich Equitania. Diese Göttin
stellt die Urmutter aller Centauren dar. Ihre Tempel liegen ausnahmslos
in der Wil Gotch, dem Hauptsiedlungsgebiet der Centauren.
Centauren machen das Beste aus ihrer Lage. Sie sind unkompliziert, was Nachtlager
u.ä. angeht. Sie nächtigen grundsätzlich im Stehen, der Ort
ist ihnen dabei meistens egal. Centauren hassen Flöhe und ähnliches
Ungeziefer. Daher lieben sie es, ordentlich abgebürstet zu werden.
Fellpflege machen sie gegenseitig, wobei den centaurischen Bürsten
nachgesagt wird, dass sie die Besten sind, die auf Orota zu haben sind.
Fehlt ein Partner zur Fellpflege, so lassen sie sich bereitwillig von Pferdepflegern
abbürsten.
Den Zorn eines jeden Centauren zieht man sich leichter zu, als man glauben
mag. Sie hassen es, „Pferd“ genannt zu werden! So mancher vorlaute
Held hat deshalb schon den Tritt eines Centauren zu spüren bekommen.