Rassen Orotas: Dunkelalben

Dunkelalbin
Dunkelalbenkämpferin
Beriana Deong'has

Volksspezifische Merkmale

Die Dunkelalben sind sehr eng mit den eigentlichen Elfen verwandt, doch haben sie sich von klassischen Elfen zu deren ungefähren Gegenstück entwickelt.

Sie sind für menschliche Verhältnisse zwar noch schlank, dürfen aber beileibe nicht mehr mit den überschlanken Elfen verglichen werden. Dafür sind sie kräftiger gebaut und erreichen in der Regel auch nicht mehr ganz die Körpergröße der Elfen. Sie haben im Gegensatz zu ihren „guten“ Vettern dunkelbraune und oft auch schon schwarze Haare und färben sie sich bei Bedarf entsprechend dunkel.

Auffällig ist die recht eigenwillige Haartracht der Dunkelalben, die jeden Elfen schockieren würde: Ihre oft über die Schultern hinaus reichenden Haare verkleben sie mit Hilfe von starkem Kalkwasser zu einer Reihe von aufwärts- und zur Seite von ihrem Kopf wegführenden Haarsträngen, die ihnen dann auf die Schulter oder auf den Rücken fallen. Wenn sie Helme tragen, dann verwenden sie eine schwächere Form des Kalkwassers. Sie sind sich ihrer unausweichlich archaischeren Aussehensweise dabei durchaus bewusst. Ihre Hautfarbe ist nur leicht dunkler als die der Elfen, die Bandbreite der Augenfarbe reicht von grün bis schwarz.

Die Dunkelalben besitzen ebenfalls „Dunkelsicht“, doch legen sie keinen großen Wert auf die Übung ihrer Stimme. Sie verkörpern den von ihren ungeliebten Vettern unterdrückten kriegerischen Geist des Elfencharakters und richten ihr Augenmerk hauptsächlich darauf.

Daher haben sie etwas von ihrer alten Gewandtheit, Fingerfertigkeit usw. zwar eingebüßt, nennen aber nun eine stärkere Konstitution und größere Körperkräfte ihr eigen.

Im Gegensatz zu den Elfen wissen die Dunkelalben Metalle, vor allem in bezug auf Waffen und Rüstungen zu schätzen.

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Die Geschichte

Bis zur Verbannung der Elfenmagier durch die Elfen selbst gehörten die eher kriegerisch orientierten späteren Dunkelalben noch zum Elfenvolk. Innerhalb des Volkes stellten sie vor allem im Vernichtungskampf gegen die Yektozi die „Sturmtruppen“ und Spezialeinheiten für Kommandounternehmen. Die Anführer der Elfen selbst achteten also darauf, dass die „dunkleren“ (sie gingen von deren destruktiven Verhalten aus, offenbar ist ihnen der Unterschied im Äußeren entgangen) Elfen für diese und anderen Unternehmungen rekrutiert wurden. Dabei arbeiten diese Elfen naturgegeben mit den elfischen Spruchmagiern recht eng zusammen, um einen möglichst großen Effekt gegen die ausgemachten Feinde erzielen zu können.
Als die Magier dann schließlich verbannt wurden und das Elfenland verließen, beschlossen fast alle „Dunklen“, sie zu begleiten, da man sich von den eigenen Brüdern hintergangen fühlte. Denn die Hauptlast der Endkämpfe um die Städte der Yektozi hatten immer wieder die „Dunklen“ auf sich genommen, – was bis dahin den Elfen immer ganz recht war! Allerdings ging auch ein großer Teil der sich anschließenden Massaker am Feind auf ihr Konto. Aber auch dagegen hatten die Elfen am Anfang noch nichts auszusetzen. Dann, so vermuten die Dunkelalben heute, schienen sie ihren „edlen“ Brüdern zu mächtig geworden zu sein, Gewissensbisse um die eigene Verantwortung kamen noch hinzu.

Schließlich kam es zur Abspaltung der „dunklen“ Elfen, die, nachdem sie sich auf der eher unwirtlichen Insel Duch im östlichen Ozean Mo-Je Rekin nahe der Küste niedergelassen hatten, bald von ihren ehemaligen Brüdern als Nacht-, von allen anderen Rassen und Völkern aber als Dunkelalben bezeichnet wurden, wie es ja auch heute noch der Fall ist.
An allen nachfolgenden Kriegen der Elfen nahmen die Dunkelalben nicht mehr teil. Selbst aus dem großen Drachenkrieg hielten sie sich heraus, da es sicher war, dass sie dabei zusammen mit ihren „verräterischen“ Elfenvettern hätten kämpfen müssen.
Ihr Zorn über die faktische Vertreibung hält in allerdings etwas abgemilderter Form bis in die jetzige Zeit an. Selbst heute müssen sie sich zurückhalten, dass sie nicht sogleich Schwert oder Axt blank ziehen, wenn sie einer ihrer Vettern ansichtig werden. Irgendeine Form des Kontaktes zwischen diesen beiden Zweigen der Elfenfamilie ist indes seit Jahrhunderten nicht mehr überliefert, gibt es zur Zeit also nicht, es sei denn das auf Gegenseitigkeit beruhende feindselige Mustern, wenn man sich außerhalb der eigenen Heimat trifft, würde auch dazu zählen.
Längst sehen sich die Dunkelalben als eine eigene Spezies an, die sich mit ihren Vettern durch so ziemlich gar nichts mehr verbunden fühlen. Bei ihnen machte beispielsweise oft das geflügelte Sprichwort die Runde, „dass man mit einem Orkclan oder einer Barbarenhorde besser auskäme als mit einem Elfen“ (womit sie natürlich ihre Vettern meinen). Daher kann ein Angehöriger einer anderen Rasse einen Dunkelalben nicht schlimmer beleidigen, als wenn er ihn einen Elfen nennt.
Ein genauer Verlauf der eigenen Geschichte der Dunkelalben seit der Ansiedlung auf Duch existiert nicht,sie recht abgeschlossen leben und nur selten Besucher von anderen Völkern auf die große Insel lassen.

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Gesellschaftsstruktur

Ein exaktes Bild von der Gesellschaft der Dunkelalben auf Duch leidet genauso unter der Abgeschlossenheit der Insel wie die historische Chronologie – die Geschichtsschreiber wissen ein Lied davon zu singen. Jedes Mal, wenn sie einen reisenden Händler oder Krieger nach dem gesellschaftlichen Aufbau der Dunkelalben befragen, können sie sich aufmachen, um weiteres Pergament kaufen – für ein neues Manuskript.

Deshalb können nur wenige Grundzüge erläutert werden. Außerdem erhebt die Beschreibung aufgrund der oben genannten Gründe keinen Anspruch auf Richtig- bzw. Vollständigkeit.
Zwar scheinen die Dunkelalben ganz wie die Elfen in Großfamilien zu leben, doch trennen sie sich häufig bereits im jugendlichem Alter von ihren Familien, um sich in einer der Krieger- und Söldnerschulen zum „Rorisaz“, zu einem Krieger oder einem „Jezirasch“, einem auf bestimmte Waffentypen spezialisierten Krieger ausbilden zu lassen. Nach der Ausbildung schließen sie sich entweder endgültig der Söldnertruppe eines der mächtigen Spruchmagier in deren festungsartigen Kleinstädten an oder verdingen sich auf den angrenzenden Kontinenten als Söldner und Abenteurer. Daher gehören die meisten wandernden Dunkelalben auch dieser Gruppe an, wenngleich es auch einige wenige wandernde Händler gibt (nicht selten Waffenhändler!).

Die bei einem ehemaligen elfischen Spruchmagier sich verdingenden Dunkelalben haben offenbar eine eigene Militärhierarchie entwickelt. Eine nicht unwesentliche scheint für den engsten Kern der Söldner ein Schwur „Auf Schwert und Kristall“ zuspielen. Wurde dieser erst mal einerseits vom Spruchmagier und andererseits von den Dunkelalben andererseits geleistet (die dadurch zu den „hohen Dunkelalben“ gehören), dann stellen sie eine verschworene Gemeinschaft dar, die in der Regel nur der Tod wieder auflösen kann. Es sei denn, einer der „Eingeschworenen“ (so werden beide Seiten wohl häufig von Außenstehenden genannt), bricht den Eid einseitig. In diesem Fall ist die jeweils andere Seite von dem geleisteten Schwur entbunden. „Hohe Dunkelalben“, die ungerechtfertigter Weise die Gefolgschaft eines Spruchmagiers verlassen, gelten als „Ehrlose“ oder „Elfen“ (Oha!) und sind Ausgestoßene auf Duch.
Der genaue Wortlaut oder Inhalt des Schwures ist nur den „Eingeschworenen“ bekannt (oder aber dem Meister aller Helden…), sonst kaum jemandem auf Orota.

Als Gegenleistung für ihre unbedingte Treue erhalten die „hohen Dunkelalben“ nicht nur den Schutz des Magiers für ihre Familien (wenn sie im Ort des Magiers lebt) und Sold/Geschenke, sondern werden darüber hinaus aus den Beständen seines Gefolgschaftsherren mit Waffen, Rüstungen und Ausrüstungen aller Art versorgt. Besonders aktive „hohe Dunkelalben“, die „auswärtige“ Angelegenheiten für den Magier ausführen, bekommen Waffen erster Qualität in die Hände, die sie im Erfolgsfall auf Lebenszeit behalten können.

Zwar stellen diese Kriegertypen einen größeren Anteil in der Gesamtbevölkerung der zahlenmäßig nicht sehr großen Bevölkerung auf Duch dar, doch ist er bedeutend höher als bei anderen vergleichbaren Völkern. Die Elfen beispielsweise kennen solche Spezialisierungen nicht. Die Mehrheit der Dunkelalben übt aber auch die meisten der Berufe aus, die im Rest der Welt auch üblich sind, wobei sie r immer einen Schwerpunkt auf den kriegerischen, kämpferischen oder waffentechnischen Aspekt legen.

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Lebensgefühl

Die Dunkelalben sehen sich vor allem als stolze und unabhängige Krieger, es sei denn sie verdingen sich. Sie leben in kleinen Dörfern und kleineren Städten. Die Vorbereitung auf ihren jeweiligen Beruf und die stete Kampfbereitschaft stehen angeblich im Mittelpunkt ihres Daseins, was sie aber offenbar nicht davon abhält, auch fürsorgliche Eltern und Gemeindemitglieder zu sein.

Näheres über ist über die Dunkelalben nicht ohne weiteres zu erfahren, Gerüchte aber gibt es genug.
Theoretisch können Dunkelalben dasselbe Alter wie die Elfen erreichen. Allerdings führt der Lebensstil ihres kriegerischen Zweiges (Söldner, Leibwächter, Abenteurer jeder Art) logischerweise zu einem niedrigeren Lebensalter.

http://www.larisweb.de

Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
Bild "Dunkelalbenkämpferin" von Dirk Sitte
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