Rassen Orotas: Großköpfe

Großkopf in Tunika
Großkopfhändler Herion Sinnbor

Volksspezifische Merkmale

Einen Großkopf erkennt man sofort an der außergewöhnlichen Kopfform. Der Kopf ist kugelförmig und sehr groß. Bei einer Körpergröße von ungefähr 1,50 m ist ein Umfang von 75 cm und mehr keine Seltenheit. Der Kopf sitzt auf einem dicken und recht langen Hals, der erstaunliche Kopfdrehungen zulässt. Der Körper besitzt feingliedrige Gliedmaßen. Sie sehen nicht so aus, als ob sie größere körperliche Anstrengungen aushalten würden. So besitzen sie auch keine große Körperkraft, sind aber erstaunlich ausdauernd.

Die Großköpfe besitzen keine Kopf- und Körperbehaarung. Die Augen sind zumeist blau bis grau, gelegentlich auch graugrün. Ihre Nase ist sehr flach und es ist ihr schlechtestes Sinnesorgan.

Dafür besitzen sie ein, äußerlich nicht sichtbares Sinnesorgan, welches außergewöhnlich ist. Die Großköpfe sind Empathen. Sie sind in der Lage, die Gefühle anderer Lebewesen zu lesen. Dabei haben sie aber gelegentlich das Problem, sich von den sie umgebenen Gedanken abzuschotten.

Großköpfe werden in der Regel 60-70 Jahre alt. Mit ungefähr 20 Jahren ist ein Großkopf erwachsen. Die Großköpfe sind eine der wenigen Rassen, wo die Frauen größer und stärker sind. Sie sind auch besser gegen die Gefühle anderer Wesen abgeschirmt.

-

Die Geschichte

Großköpfe besitzen keinen eigenen Staat. Es ist auch nicht bekannt, dass sie jemals einen richtigen Staat gehabt hätten. Die ursprüngliche Herkunft der Großköpfe ist der Nordkontinent. Hier lebten sie in kleinen Dörfern zusammen und betrieben Landwirtschaft. Die Großköpfe besaßen keine Krieger und versuchten, mit ihren Nachbarn immer in Frieden zu leben. Den Angriffen der Orks oder anderer Rassen hatten sie nichts entgegenzusetzen. Sie flohen in die menschlichen Städte des Südens, wo sie sich integrierten. Ihre empathischen Fähigkeiten führten dazu, dass sie zu erfolgreichen Händlern und zu Beratern hoher Persönlichkeiten aufstiegen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Durch diesen Erfolg zogen sie sich aber auch den Neid der einfachen Leute zu. Auch gelten sie, nicht ganz zu Unrecht, als Giftmischer. Immer wieder fanden in der Vergangenheit Großkopfverfolgungen statt. Heute stehen sie oft im Schutz der Landesherren, aber an ihre Unbeliebtheit änderte dies nichts.

-

Gesellschaftsstruktur

Die Großköpfe besitzen keine eigene Gesellschaft, sondern leben innerhalb der menschlichen Gesellschaft und haben sich an diese angepasst. Das einzig Ungewöhnliche ist, dass innerhalb und außerhalb der Familie die Frauen dominieren. Sie treffen alle wichtigen Entscheidungen und sind, wenn sie nicht gerade Kinder aufziehen, auch berufstätig. Die Kinder sind das wichtigste in der Großkopffamilie. Deshalb würde keine Frau zulassen, dass der Mann in der Erziehung eine Mitsprache erhält. Der Mann sorgt für das reibungslose funktionieren des Haushalts und sorgt für zusätzliche finanzielle Einnahmen. Da in der menschlichen Gesellschaft der Mann dominierend ist, geben sich die Großköpfe oft den Anschein, als ob der Mann das Sagen hat.
Die Integration der Großköpfe ging soweit, dass sie die menschlichen Götter verehren. Allerdings akzeptieren nur wenige menschliche Kulte Großköpfe als Priester. Ob sie jemals eine eigene Religion besaßen ist nicht bekannt. Sie verehren allerdings ihre Vorfahren, soweit sie sich zurückerinnern.
Durch das Zusammenleben zwischen Menschen und Großköpfen entstanden mit der Zeit Mischlinge. Häufig sind es die menschlichen Frauen, die sich zu den Großkopfmännern hingezogen fühlen. Ihre Gefühlsbetontheit macht sie, trotz ihres unattraktiven Äußeren, für Frauen attraktiv. Großkopffrauen würden sich allerdings kaum mit einem unsensiblen und herrschsüchtigen menschlichen Mann einlassen, wobei diese wiederum Großkopffrauen schon allein wegen ihres Äußeren ablehnen.
Die Mischlinge leben fast alle in den Großkopffamilien. Dies liegt schon allein darin, dass menschliche Frauen, die einen Großkopfmann heiraten, dadurch zumeist aus ihrer eigenen Familie verbannt werden. Zudem übernehmen die Mischlinge die äußeren und inneren Merkmale der Großköpfe. Dies geschieht zumeist in abgeschwächter Form. Zudem kann ein Mischlingskind die Beherrschung der empathischen Fähigkeiten nicht von menschlichen Verwandten erlernen.
Die Mischling liegen in ihrer Körpergröße und -gewicht zumeist zwischen Menschen und Großköpfen. Die äußerlichen Merkmale übernehmen sie entweder von ihren menschlichen oder großköpfischen Vorfahren. Dabei spielt es neben dem Zufall auch einen Rolle, in welcher Rasse sie mehr Vorfahren besitzen.

-

Lebensgefühl

Die empathischen Fähigkeiten bestimmen das ganze Leben der Großköpfe. Da sie die Gefühle der Mitlebewesen empfangen und dadurch miterfahren, versuchen sie, Situationen zu vermeiden, in denen sie negativen Gefühlen wie Hass, Furcht und Schmerz ausgesetzt sind. Deshalb taugen sie auch nicht zum Krieger (und erst recht nicht zum Folterknecht).
Da die Großköpfe die Gefühle auch der tierischen Lebewesen wahrnehmen können, essen viele von ihnen keine fleischliche Nahrung. Sie lehnen zumeist das Töten an sich ab. Andere jedoch haben sich darauf spezialisiert, auf eine Art und Weise zu töten, bei denen das Opfer keine negativen Emotionen empfinden und damit aussenden kann. Eine Methode der Großköpfe zu töten ist es, den Gegner im Schlaf zu ermorden. Oder sie töten die Opfer mit Giften. Diese sind so stark, dass sie sofort tödlich sind oder deren tödliche Wirkung ohne Vorwarnung eintritt. Bei diesen Giften handelt es sich entweder um Kontaktgifte oder um Gifte, die der Nahrung beigegeben werden. Somit haben sich einige Großköpfe zu stark spezialisierten Giftmischern spezialisiert.
Die Großköpfe haben gerne gutgelaunte Lebewesen um sich. Sie feiern gerne Feste und trinken dabei auch viel Alkohol. Im betrunkenen Zustand sind zwar ihre empathischen Fähigkeiten kaum noch zu gebrauchen, aber das empfinden Großköpfe durchaus als erholsam. Sie sehnen sich zumeist nach Harmonie und Frieden.
Erlangt ein Großkopf geheime Informationen aufgrund seiner empathischen Fähigkeiten, so behält er sie in aller Regel für sich, es sei denn, wichtige Gründe sprechen dagegen. Ein altes zwergisches Sprichwort sagt: „Ein Geheimnis ist bei den Großköpfen genauso sicher wie der Tempelschatz von Ognior im Zentrum seines Tempels.“
Einige wenige Großköpfe lockt der Reichtum genauso wie andere Wesen, vor allem dann, wenn ihre Fähigkeit, sich gegen die Gefühle der Außenwelt abzuschirmen, gut ausgeprägt ist. Ihre empathischen Fähigkeiten setzen sie dabei ohne viel Skrupel ein (schwarze Schafe gibt es in jeder Familie…) Einige haben auch keine Probleme damit zu töten, um ihre Ziele zu erreichen. Dabei wollen sie den Reichtum nicht nur für sich. Sie freuen sich auch immer darüber, andere beschenken zu können.
Die Großköpfe sind zudem eine sehr neugierige Rasse. Sie lernen sehr schnell und intensiv. Viele von ihnen sind Gelehrte geworden, andere trieb ihre Neugier hinaus in die weite Welt. Vor allem die Alchimie hat es ihnen angetan.
Großköpfe lieben die Künste. Vor allem die Malerei, Bildhauerei und Musik. Es gibt unter den Großköpfen große Künstler. Diese lieben ihre Arbeit und zeigen sie gerne. So weit sie sich mit Themen ihrer menschlichen Umgebung beschäftigen, sind ihre Werke auch bei den Menschen begehrt. Nur ihre Musik, vor allem ihr merkwürdig melancholischer Gesang, den sie in ihrer Sprache Empatheria vortragen, stößt die Menschen eher ab.

http://www.larisweb.de

Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
nach oben
[ Home ] [ Regelwerk ] [ Karten Orotas ] [ Gruppen ] [ Bibliothek ] [ Hilfsmittel ] [ Rezepte ] [ Impressum ]
Kostenloser Counter Statistik