Rassen Orotas: Menschen

Bild von Dirk Sitte

Volksspezifische Merkmale

Die menschliche Rasse ist geprägt durch die Fähigkeit, sich beinahe jeder äußeren Bedingung – sei es Klima oder konkurrierende Lebensformen – anzupassen. Die Menschen Orotas haben sich auf alle Kontinente ausgebreitet und stellen dort die dominierende Rasse dar.

Die menschliche Rasse besitzt außerdem die Fähigkeit, flexibel auf sowohl göttliche als auch auf orotische Magie zu reagieren. Außerdem sind die Menschen in der Lage, in relativ kurzer Zeit viele Nachkommen zu zeugen.

Von allen Rassen stellt die Menschenrasse einen Durchschnitt dar. Menschen besitzen durchschnittliche körperliche und geistige Fähigkeiten. Bei den Sinnen findet man bei den Menschen nur sehr selten Besonderheiten wie Nachtsicht oder ähnliches.

Die Körpergröße der Menschen liegt bei etwa 170 cm, das Körpergewicht bei 65 kg, wobei selbstverständlich Abweichungen nach oben und unten vorkommen. Die Männer sind in der Regel etwas größer und kräftiger als die Frauen, was sich jedoch eher im Gewicht als in der Körperkraft niederschlägt.

Etwa 70% aller intelligenzbegabten Wesen auf den bekannten Kontinenten sind Menschen, die mit einem deutlich unterscheidbaren Aussehen und einer von schwarz bis weiß und in allen Rotbraunschattierungen differenzierten Haut- und Haarfarbe daherkommen. Bei den Augenfarben dominieren blau und braun, selten kommt grün oder sogar rötlich vor.

Von den typischen Vertretern der menschlichen Rasse haben sich im Laufe der Jahrtausende Stämme abgespalten, die aufgrund ihrer Besonderheiten durchaus als eigene Rasse angesehen werden können. Zu diesen Völkern gehören die Amazonen , die auf der Insel Espera (gehört zum Kontinent Seloc) zu Hause sind und die Barbaren, deren Hauptsiedlungsgebiet in den kalten Regionen L’Feüds und Khamsatis liegt.
Typisch für die Menschen sind die vielen Sprachen und Götter, die von den Menschen gesprochen bzw. angebetet werden.

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Die Geschichte

Die Geschichte der Menschen ist niemals aufgeschrieben worden. Dennoch existieren bei den vielen auf Orota lebenden menschlichen Gemeinschaften Geschichten, die im Kern immer wieder vom gleichen Sachverhalt erzählen:
Die Menschenreiche auf Seloc waren lange Zeit unbedeutend und untereinander stark zerstritten. An ihrer Spitze standen in der Regel Könige, die meistens eine zentrale klerikale Position einnahmen. Die im Süden am Rande des Elfenwaldes lebenden Menschen strebten anfangs eine harmonische Beziehung zu den darin lebenden Elfen an, da diese in der Anwendung der Magie deutlich überlegen waren. Einige der Menschen wurden damals sogar von den Elfen aufgenommen und in der Kunst der Magie unterrichtet. Dies war der Anfang menschlicher Magie, die unabhängig war von der Gnade der Götter.
Während einer langen Phase der Stagnation und der Kriege untereinander gelang es einem äußerst redegewandten Magier, große Teile des einfachen Volkes sowie Teile des Adels für sich zu gewinnen. Das erste von vielen Königreichen und Fürstentümern fiel unter dem Ansturm seiner aus Bauern und Leibeigenen bestehenden Armee. Immer schneller wuchs sein Reich, zumal seine Magie in dem Maße zunahm, wie die Menschen zu ihm aufblickten.
In nicht einmal 22 Jahren hatte er alle Menschenreiche in Seloc unter seiner Hand vereint… die Zeit des Gottmagiers Belmedics brach an.
Zu jener Zeit kam es immer mehr zu Reibereien mit den Elfen des Elfenwaldes, da die Menschen zu Kriegszwecken große Mengen Holz benötigten. Da die Elfen durch ihren Krieg gegen die Yektozi sehr stark geschwächt waren und sich weigerten, Magie anzuwenden, wurde das Elfenheer in der Schlacht von Cerveja vernichtend geschlagen. Die elfische Königsfamilie konnte durch eine kluge List entkommen und in den Norden nach Ängd fliehen.
Nach dieser äußeren Bedrohung wandte sich Belmedic den inneren Feinden zu. Um gegen die Elfen bestehen zu können, hatte er Magierschulen gegründet, in denen Zauberer ausgebildet wurden. Diese Schulen ließ er schließen und die Magier der Magie abschwören. Viele von ihnen, die das nicht wollten, flohen nach Norden und ließen sich jenseits des W’Torek nieder. Der innenpolitische Erfolg währte jedoch nicht lang. Die Macht, die Belmedic aufgrund seiner Göttlichkeit als oberster Priester vieler verschiedener Orden und Glaubensrichtungen erhalten hatte, verlangte ihren Tribut. Viele der Götter, die ihn unterstützt hatten, forderten nun ihren Lohn. Tempel und Anbetungsstätten wurden gefordert. Das alles überstieg seine Möglichkeiten, so dass er begann, verschiedene Glaubensrichtungen zu verbieten und zu beseitigen. Die verbotenen Kulte wehrten sich, die Aufstände nahmen zu. Gerade die Verderberkulte, die von den Verboten zuhauf betroffen waren, vereinigten sich. Nachdem sie bei denen im Untergrund tätigen Magier Unterstützung gefunden hatten, bildeten sie einen eigenen Staat mit einem eigenen Gottmagier.

Die Gunst der Stunde nutzend spalteten sich andere Gebiete, die sich gegen die zu strenge Herrschaft und den sehr zentralistischen Bestrebungen wehrten, ab. Es gab einen großen Bürgerkrieg, den der Nachfolger Belmedics – Balior – gewinnen konnte.
Balior hatte seinen Fürsten und den hochrangigen Priestern jedoch etliche Zugeständnisse machen müssen. So erlaubte er den Fürsten selbst zu entscheiden, ob und welche Form der Magie erlaubt sei. Zudem trat er als Oberpriester vieler Kirchen und Glaubensgemeinschaften ab. Der Verbot für Verderberkulte blieb jedoch bestehen.
Vom ehemals blühenden Großreich ist heute nur noch ein kümmerlicher Rest auf Seloc zurückgeblieben – Bawul, Aleta und Sibatan.
Die nach L’Feüd geflüchteten Magier errichteten schnell einen eigenen Staat, da sie auf nur geringen Widerstand seitens der dort lebenden Orks stießen. Die Besiedlung ging zügig vonstatten, man drang immer weiter nach Norden vor.
Es entstanden das von friedliebenden Magiern regierte Varmland im Süden L’Feüds und das von Kasten geprägte Ljumland. Erst im nördlich davon gelegenen Kullig verlangsamte sich die Besiedlung, da der Rückzug der Orks ins Stocken geriet.

Einige kluge Schwarzmagier sahen die Chance, zwei Probleme auf einen Schlag zu lösen und reisten in das Land der Orks. Dort beeindruckten sie die Anführer der Orkclans mit ihrer Magie und überredete sie, mit ihnen gegen die Elfen zu ziehen, die jenseits des Fjäll-Gebirges im äußerst fruchtbaren Ängd lebten. Nach kleineren und erfolgreichen Scharmützeln mit denen im Fjäll lebenden Zwergen erreichte man das Ängd und griff die Elfen an. Die Schwarzmagier hatten die Hoffnung, dass sich Elfen und Orks gegenseitig aufreiben würden und anschließend keine Gegner mehr für die Menschen darstellen würden. Für alle überraschend verbündeten sich Elfen und Zwerge und besiegten das Heer aus Schwarzmagiern und Orks.

Nach dieser Niederlage schwand die Macht und der Einfluss der Schwarzmagier sehr schnell und es stellte sich eine Pattsituation zwischen Menschen, Orks und Elfen ein.
Kullig als ehemaliges Land der Schwarzmagier wurde zu einem Königreich, in dem Magiergilden eine Stütze des Staates darstellen, die Anwendung schwarzer Magie jedoch streng verboten ist.
Als Kullig den Elfen gegen eine drohende Niederlage gegen die Orks zur Hilfe kommt, indem die Armeen Kulligs den Orks trotz gegenteiliger Zusagen in den Rücken fällt, werden die Karten auf L’Feüd neu gemischt. Ein Bündnis zwischen Elfen und Menschen entsteht. Der alte Frieden zwischen Orks und Menschen zerbricht.
Weitere Staaten im Nordosten L’Feüds entstehen. Während der Krieges zwischen den Schwarzmagiern, den Orks und den Elfen überqueren erste wagemutige Seefahrer das Antame Meer und erreichen etliche Inseln und anschließend einen neuen Kontinent: Khamsati.
Nach der Entdeckung wurden sowohl die Inseln als auch Khamsati selbst zügig besiedelt. Nach Jahrhunderten des Friedens und der Freude brach das Unglück über die Menschen Khamsatis herein: gewaltige Insekten überschwemmten die weiten Steppen und Weiden und machten alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Keine Menschenstadt Khamsatis überstand diesen Angriff. Nur Rob, eine auf einer Insel gelegene Stadt wurde von den Insekten – den Hartschaligen – nicht angegriffen sowie die nördlich des Gränsär-Gebirges liegenden Gebiete.

Das war vor vielen hundert Jahren. Wie die Geschichte der Menschen weitergeht, liegt an euch…

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Gesellschaftsstruktur

Bei den Menschen existieren in der Regel Familienstrukturen, die durch den gemeinsamen Existenzkampf geprägt sind.
Während die Frau für die Kinder und das Haus sorgt, bringt der Mann das Geld nach Hause. Viele Kinder sind in vielen Regionen ein Zeichen für das Wohlwollen der Götter, weshalb in der Regel vier und mehr Kinder geboren werden.
Je nach Aufbau des Gemeinwesens gibt es einen Ältestenrat, einen König oder Oberpriester, der die Menschen führt und die Regeln vorgibt.
Auf einen Nenner gebracht: alles was Mensch sich vorstellen kann, ist irgendwo sicherlich verwirklicht worden…

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Lebensgefühl

Mensch zu sein heißt: um das Überleben zu kämpfen. Zu diesem Zweck sind alle Mittel erlaubt… nur erwischen lassen sollte man sich dabei nicht.
Viel Geld – hohes Ansehen – Macht – das sind die Ziele der meisten Menschen. Wer sollte sie ihnen verübeln?

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Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
Bild "Menschenfrau" von Dirk Sitte
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