Rassen Orotas: Nephiden

BIld von Dirk Sitte
Nephidenschmied
Nephaistos Helidor

Volksspezifische Merkmale

Die Nephiden sind eine sehr zurückgezogen lebende Rasse auf Orota, wobei die Siedlungen fast ausschließlich auf Seloc zu finden sind. Die größte und bedeutendste Nephidenstadt liegt im Ferreo, einem äußerst vulkanisch aktiven Gebirge nördlich von Neph. Eine weitere, kleinere Population findet sich in den Fogo auf Espera, den Pedra auf Renome und an den Hängen des Cascada im Cascalho-Gebirge.

Nephiden sind eine äußerst robuste, dabei jedoch überraschend geschickte Rasse. Dabei sind sie extrem impulsiv und dabei sehr leicht beeinflussbar.

Da sie in unmittelbarer Nähe von Vulkanschloten zu hause sind, haben sie sich dem dort vorherrschenden Temperaturen körperlich angepasst, ihre Haut ist fast feuerfest, ihre Augen haben sich an die Hitze und Dunkelheit gewöhnt und können feinste Temperaturunterschiede wahrnehmen.

Nephiden werden etwa 150 cm groß, wobei sie fast ebenso breit sind, um eine größere Oberfläche zu bieten, damit sie der Vulkanhitze besser standhalten können. Dabei sind die völlig haarlos. Sie werden etwa 65 Jahre alt, wobei sie im Alter ab 50 Jahren etwa keine große Hitze mehr ertragen können.
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Die Geschichte

Die Geschichtsschreibung der Nephiden existiert erst seit etwa 150 Jahren. Vor dieser Zeit existierten viele nephidische Familien, die mehr oder weniger nebeneinander her lebten. Es kam in dieser „Zeit des Feuers“ immer wieder zu extremen Gewaltausbrüchen zwischen den Familien, wobei es dabei meistens um Kämpfe um die heißesten Lavaadern ging. Da diese Kriege mit aller Härte geführt wurden, starben tausende. Die Überlebenden lebten jedoch nicht in Frieden miteinander weiter, sondern der Hass der Unterlegenden forderte immer wieder hohen Tribut unter den Siegern. Kein Nephide war bereit, seine Niederlage zuzugeben und zu akzeptieren.

Im Jahre Null der nephidischen Zeitrechnung (0 N., z.Z. schreiben wir das Jahr 156 N.) übernahm die Schule der Philosophen von Ferr, die Macht über die ungestümen Nephidenschmiede, die sich bis auf wenige 100 gegenseitig ausgerottet hatten. In dieser Philosophenschule kamen alle Nephiden zusammen, die für die Arbeit als Vulkanschmied nicht geeignet waren. Sie lebten in ihrer eigenen Welt und suchten nach dem Sinn des Lebens. Als sie erkannten, dass das Leben um sie herum sich selbst vernichtete, schritten sie ein und übernahmen alle großen und wichtigen Vulkanadern. Alle Überlebenden wurden gezwungen, in die Philosophenschule von Ferr zu gehen, um dort über das Leben zu lernen. Dort wurde ihnen ihr eigener Wille mit Hilfe von psychologischen Tricks genommen, ihre Individualität zerstört.
Die Philosophen erhoben das radikal logische Denken zum Ideal, sämtliche Gefühle müssen zugunsten der Gesellschaft unterdrückt werden. Man kann sich denken, dass ein Teil der Nephiden sich gegen diese Behandlung sträubte, diese verschwanden spurlos oder schafften es, in die Pedra ins Exil zu flüchten.

In den Ferreo und den Fogo herrscht bis heute die Schule der Philosophen. Man kann feststellen, dass heute ein Aufblühen der nephidischen Gesellschaft stattgefunden hat.
Mit Hilfe ihrer Psychotricks schaffen die Philosophen es, die Kontrolle zu behalten, zudem die alte Nephidengeneration ausgestorben ist und alle jüngeren Nephiden im radikal logischen Denken erzogen worden sind.

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Gesellschaftsstruktur

Die beiden größten Nephidenzentren Ferreo und Fogo werden von den Philosophen kontrolliert. In jeder Nephidensiedlung, die sich alle in der Nähe großer und extrem heißer Lavaquellen befinden, gibt es eine kleine Abteilung der Philosophenschule von Ferr, die alle jungen Nephiden in Logik und Philosophie unterrichten. Kein junger Nephide hat das Recht, daran nicht teilzunehmen, faule oder störrische Jugendliche werden so lange psychisch gefoltert und von seiner Familie und seinen Freunden isoliert, bis sein Widerstand gebrochen ist. Dadurch ist den meisten Nephiden das radikal logische Denken ins Blut übergegangen, impulsive Regungen sind sehr selten und erscheinen unnatürlich („faszinierend...“; O-Ton Nephide Sogokk). Ferreo- bzw. Fogo-Nephiden handeln in erster Linie mit den Bewohnern Nephs, in erster Linie Menschen, wobei der Handel absolut von den Philosophen kontrolliert wird.

In der „Rebellenkolonie“ auf Renome, in den Bergen von Pedra, hat sich ebenfalls im Laufe der 150jährigen Spaltung eine eigene Gesellschaftsstruktur entwickelt. Es bildete sich ein Rat (aus den wenigen Überlebenden), der die Verteilung der Lavaquellen regelt. Dieser Rat will den Philosophen von Ferr beweisen, dass auch ihre Staatsform überlebensfähig und zudem viel besser als der brutale Zwang nach absoluter Logik ist. Sie haben ein kleines Handelsmonopol mit herausragenden Schmiedearbeiten für den Süden Selocs errichtet, ihre Waffen und Rüstungen sind bekannt bis weit über Fosa hinaus. Die Pedra-Nephiden verkaufen ihre Waren an die Menschen und Halblinge von Renome, die sie dafür im Gegenzug mit Nahrung und Kleidungsstücken versorgen. So können sich die Pedra-Nephiden ganz auf ihre liebste Arbeit konzentrieren: dem Schmieden herausragender Waffen.
Gelegentlich kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen, doch der Rat, der über eine kleine Nephidenarmee verfügt, schafft es meistens, die Streitigkeiten zu regeln, ohne dass viel Blut vergossen wird.

In der nephidischen Gesellschaft leben die einzelnen Mitglieder meistens in Kleinstfamilien zusammen, im Alter von 14 Jahren müssen die jüngeren Kinder zusehen, dass sie ihre eigene Vulkanader bekommen, das älteste Kind erbt in der Regel die Ader der Eltern. In den Ferreo und Fogo wird diese Verteilung der Quellen von den Philosophen vorgenommen, in den Pedra suchen sich die Jungschmiede neue Quellen, in wenigen Fällen kommt es dabei zum Streit, der dann vom Rat geschlichtet wird.

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Lebensgefühl

Die Nephiden sind Schmiede mit Leib und Seele. Sie schmieden den Stahl direkt mit der Hitze des großen Erdenfeuers, wodurch sie in der Lage sind, härtesten Stahl und seltenste Legierungen zu schmieden. Bei allen Rassen Orotas (selbst bei den Zwergen) wird ihre Schmiedekunst als unübertroffen angesehen, die mächtigsten und schönsten metallischen Artefakte stammen fast ausschließlich aus nephidischer Produktion.
Die meisten Nephiden vergessen neben dem Schmieden andere für das Leben (und Überleben) wichtige Dinge. Sie sind glücklich, an der eigenen Vulkanader mit dem Partner oder allein nach Metallen zu suchen und in wunderschöne Kunstwerke zu verwandeln.
Einige wenige Nephiden hingegen haben sich ganz der Philosophie verschrieben, meistens aus Alters- oder körperlichen Gründen.
Fast alle Nephiden sind in der Lage, sich körperlich gut zu verteidigen, es gibt jedoch kaum klassische Krieger. In letzter Zeit kann man in den Ferreo und Fogo beobachten, dass einige junge Nephiden Zugang zu arkanem Wissen suchen. Sie haben die heimatlichen Berge verlassen und sich in Magiergilden eingeschrieben, um dort die Kunst des magiebegabten Schmiedes zu erlernen.

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Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
Bild "Nephidenschmied" von Dirk Sitte
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