Rassen Orotas: Szoths

Szoth
Szoth Fischer Szanthana

Volksspezifische Merkmale

Szoths werden bis zu 1,70 Meter groß und bis zu 50 Jahre alt. Sie haben keinerlei Behaarung, sondern sind mit grünlich gefärbten Schuppen überzogen. Durch diese können sie auch unter Wasser atmen. Es ist ihnen möglich, bis zu zwei Stunden unter Wasser zu bleiben. Außerhalb des Wassers ist es für ihren Körper immer wichtig, dass ihre Schuppen feucht bleiben. Kein Szoth kann länger als 48 Stunden ohne ein Vollbad überleben. In der Regel werden Szoths dreimal täglich baden.

Außergewöhnlich ist ihre Fähigkeit, verlorene Gliedmaßen zu regenerieren. Verliert ein Szoth etwa ein Teil eines Beines oder gar ein ganzes Bein, so beginnt der Körper augenblicklich, das Bein wiederherzustellen. Dies geht zwar nur sehr langsam vonstatten, doch das neue Gliedmaß ist durch nichts von dem Verlorenen zu unterscheiden.

Auch in der Fortpflanzung unterscheiden sich die Szoths von vielen anderen Lebewesen: sie sind Zwitter. Sie legen im Wasser ihre Eier ab, wo diese von einem anderen Szoth besamt werden.

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Die Geschichte

Die Szoths besitzen keinerlei Geschichtsschreibung und daher ist über die Vergangenheit dieser Rasse wenig bekannt. Die ersten Szothsiedlungen entstanden jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit auf Khamsati in den Réré-Jémé-Sümpfen. Erst nach und nach verließen mutige, das Meer nicht fürchtende Szoths den Sumpf, der für die vielen Szoths immer enger wurde. Sie ließen sich in allen größeren Sumpfgebieten nieder, z.B. in Lågslätt oder auch im Grenzsumpf nördlich der Ödemark.

Sie haben sich nie in einen größeren Krieg außerhalb ihrer Sümpfe eingelassen (und die Sümpfe selbst wollte so gut wie keiner haben, bis auf die Hartschaligen…). Gelegentliche Versuche, ihre Sümpfe zu erobern, konnten sie abwehren. Die größte Gefahr ging meistens von den Menschen aus, denen es manchmal gelang einen Sumpf trockenzulegen. Dann flohen die Szoths in andere sumpfige Gebiete.
Dadurch, dass die Szoths heute in großen, weit auseinander liegenden Sümpfen leben, haben sie kaum noch Kontakt untereinander. Es entstanden verschiedene Gesellschaftsstrukturen und Glaubensrichtungen.

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Gesellschaftsstruktur

Die Szoths leben in Stämmen zusammen, die von einem Häuptling regiert werden. Die Stämme umfassen zumeist den ganzen Sumpf in dem sie leben. Der Häuptling wird vom Ältestenrat gewählt, wenn der alte Häuptling gestorben ist. Im Ältestenrat sind die Szoths vertreten, welche die längste Lebensspanne hinter sich gebracht haben. Der neu gewählte Häuptling darf kein Mitglied des Ältestenrats sein. Der Häuptling trifft nun jede Entscheidung, die das Leben eines seiner Stammesmitglieder betrifft. Dabei wird er von dem Ältestenrat beraten. Szoths, die sich nicht der Entscheidung ihres Häuptlings fügen wollen, können ihren Stamm jederzeit verlassen und sich einem anderen anschließen. Da dies aber zugleich auch ein Verlassen der Heimat bedeutet, geschieht dies nur selten.

Neben dem Häuptling und dem Ältestenrat besitzen die Schamanen und die Priester der beiden großen Gottheiten, Szazia und Szlawallah, großen Einfluss auf die Geschicke des Stammes (die Szoths nehmen die Trennung zwischen göttlicher Magie und Totemmagie nicht so genau). Sie verrichten kultische Handlungen und beziehen von den Szothgöttern oder ihrem Totem übersinnliche Kräfte. Zudem kennen sie sich mit den Pflanzen der Sümpfe hervorragend aus und sind Meister im Herstellen von Giften, Rauschmitteln und anderen Elixieren.

Eine wichtige Gruppe innerhalb der Gesellschaft sind die Erzieher. Sie kümmern sich um die Brutpflege und die Erziehung der jungen Szoths bis zum zehnten Lebensjahr, wenn diese das Erwachsenenalter erreicht haben. Kein heranwachsender Szoth hat dabei eine bestimmte Bezugsperson. Auch sind ihm seine Eltern unbekannt.

In den letzten Jahrzehnten hat sich ein blühender Handel mit anderen Rassen entwickelt. Die Szoths, von Natur aus gastfreundlich, bekommen hauptsächlich Besuch von Menschen. Diese interessieren sich in der Regel für seltene Wasser- und Sumpfgewächse. Auch Rauschmittel und Gifte werden aus den Sümpfen exportiert. Die Szoths sind vor allem an rostfreien Werkzeugen interessiert.

Durch den häufigeren Kontakt zu anderen Rassen entwickeln die Szoths zunehmend individualistische Lebensweisen. Sie akzeptieren immer weniger die Gängelung durch Häuptling und Ältestenrat und verlassen zum Teil ihre Stämme, ohne sich neuen anzuschließen. Sie beginnen Paarbeziehungen zu bilden und sich selbst um die Erziehung der Neugeborenen zu kümmern.

Die Szoths selber besuchen nur selten die Handelsstädte der Menschen, da sie nur ungern das feuchte Klima ihres Sumpfes verlassen. Zumeist benutzten sie dazu ihre relativ kleinen Schiffe, die aber auch hochseetüchtig sind. In den letzten Jahren versuchen manche Szoths (vor allem auf dem Sumpf von Lågslätt) die Kontakte mit weit entfernt liegenden Szothkolonien wiederherzustellen und haben dabei beachtliche seefahrerische Leistungen vollbracht.

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Lebensgefühl

Das Leben im Sumpf oder an sehr feuchten Meeresküsten bedeutet für die Szoths die Erfüllung. Sie sind ihrer amphibischen Lebensweise vollkommen angepasst. Das pflanzliche und tierische Leben um sie herum verehren sie. Deshalb essen sie nur soviel, wie sie zum Leben brauchen.
Die Szoths leben in enger Gemeinschaft mit den anderen Mitgliedern des Stammes. Diese Gemeinschaft ist ihnen wichtiger als ihr eigenes Leben. Ihren Erhalt zu sichern ist ihr wichtigstes Ziel.

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Textquelle: Uuurs-Regelwerk "Der Drachensturm" (siehe Linkliste)
Bild "Szothfischer Szanthana" von Anja Schreiner
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