
Die Rasse der Yektozi, die offiziell als ausgestorben gilt, ist beileibe
nicht ausgestorben! Nach ihrer vernichtenden Niederlage vor etwa 8.000 Jahren
gegen die Elfen haben sie sich vollständig zurückgezogen.
Die letzte noch existierende Yektozistadt ist Buraco, die von Zerstörungsfeldzug
der Elfen verschont wurde, da die Hauptstadt der Yektozi durch ihre mächtige
Illusionsmagie nicht zu entdecken war. In Buraco leben etwa 2.000 Yektozi,
mit Abstand die größte Population auf Seloc.
Die Yektozi sind eine sehr alte Rasse, ähnlich alt wie die Elfen.
Es gibt keine Beschreibungen von Yektozi, allerdings zeigen elfische Zeichnungen
und Bilder die Yektozi als sehr verführerische Katzenwesen, die einen
geschmeidigen Körper haben, deren Gesicht von eindrucksvollen Augen
mit geschlitzter Pupille geprägt werden und deren Ohren spitz zulaufen
und an ihrer Spitze ein kleines Büschel aufrecht stehender Haare
aufweisen. Ihr Körper wird von einem feinen, dichten Fell bedeckt,
wobei auch das Gesicht nicht ausgespart wird.
Heute sieht man Yektozi niemals in ihrer natürlichen Gestalt. Zu groß
ist ihr Plan, unentdeckt zu bleiben, um sich, wo immer es geht, sich an
den Elfen zu rächen.
Yektozi sind überdurchschnittlich gewandt, außerordentlich reaktionsschnell,
sie sehen sehr gut und ihr Gehör ist schon sprichwörtlich. Sie
sind jedoch nicht übermäßig kräftig, auch ihre Konstitution
lässt häufig zu wünschen übrig. Für übermäßige
Klugheit und großen Willen sind sie ebenfalls nicht bekannt.
Yektozi werden etwa 60 Jahre alt und durchschnittlich 1,90 m groß.
Ihr Körperwuchs ist meist schlank.
Vor etwa 20.000 Jahren lebten Yektozi und Elfen einträchtig nebeneinander
auf Seloc. Die Elfen hatten den „Großen Wald“, der damals
große Teile Selocs bedeckte, besiedelt, die Yektozi hingegen fühlten
sich in wärmeren Gefilden wohler und besiedelten den „Großen
Dschungel“ im Süden Selocs.
Auf diese Weise vergingen Jahrtausende, Kriege zwischen den Yektozi kamen
und gingen, eine Schriftsprache entwickelte sich ebenso wie größere
Städte, die auf Ruinen von noch älteren Rassen (Spielleiterinformation:
Die Hartschaligen haben die Ruinen hinterlassen…) errichtet worden
waren.
Die Rasse der Yektozi wuchs und wuchs und irgendwann wurde der „Große
Dschungel“ zu klein für das große und mächtige Volk
der Yektozi, die andere Rassen des Dschungels sogar versklavt hatten.
In aller Heimlichkeit bereitete man einen Krieg gehen die Elfen vor, die
im nördlich angrenzenden „Großen Wald“ von Seloc
lebten. Von der Gewalt des Angriffs völlig überrascht standen
die Elfen kurz vor einer Niederlage, als sich die Toten der Elfen erhoben
und jeden Yektozi und jeden Kämpfer auf Seiten der Katzenkrieger töteten.
Selbst, als eine Delegation der Yektozi die endgültige und bedingungslose
Kapitulation verkündete, endete das Morden der Elfen nicht. Die Yektozibotschafter
wurden hingerichtet und alle zu findenden Yektozistädte erobert und
alle Bewohner, sogar die Sklaven, getötet.
Nur die Hauptstadt der Yektozi konnte von den Elfen nicht entdeckt werden,
sie wurde durch die mächtigsten Illusionszauber geschützt. Etwa
200 Yektozi und 1.000 versklavte Pedrusianer hatten in den sicheren Mauern
Buracos den Ausrottungsfeldzug durch die Elfen überlebt. Die meisten
von ihnen waren alt und schwach, so dass die Yektozipopulation in den nächsten
Jahrhunderten auf 50 Yektozi sank. Auch die Sklaven starben vielfach, da
sie nicht in der Lage waren, Buraco zu verlassen.
Heute zählt Buraco etwa 2.000 Yektozi und 5.000 Pedrusianer.
In der yektozischen Gesellschaft fällt ein Rat Yektozifrauen alle
wichtigen Entscheidungen. Nach dem Krieg gab es nur noch wenige männliche
Yektozi, so dass die Frauen alle Entscheidungen treffen mussten. Bis heute
hat sich daran nichts geändert.
Ehen und Familien gibt es nicht, sobald eine Yektozifrau ins gebärfähige
Alter kommt, muss sie der Rasse erst mindestens drei Yektozikinder schenken,
ehe sie über ihr Leben selbst bestimmen darf. Als Vater werden die
klügsten und stärksten Yektozi ausgewählt.
Die Kinder kommen nach der Geburt in Horte, wo sie ohne den Einfluss der
Eltern erzogen werden. Erzieher sind Priester der Jagdgöttin Yektora,
die gleichzeitig die oberste Gottheit darstellt.
Die pedrusianischen Sklaven versorgen das yektozische Volk mit Nahrung,
sie halten die Häuser instand und sind für alle niederen Arbeiten
zuständig. Ein Sklave ist äußerst wertvoll, aus diesem Grund
werden sie meist gut behandelt.
Die Yektozi sehen sich selbst als die eigentlichen Herren des „Großen
Urwaldes“ im Süden Selocs. Aufgrund ihrer sehr geringen Population
unternehmen sie jedoch keine Anstrengungen, diesen Status allen Rassen zu
verdeutlichen.
Im Gegenteil, sie sind die Meister der Täuschung und der Tarnung. Sie
sind immer auf der Suche nach neuen Technologien und Waffen, um wieder zu
der Macht zu werden, die sie einstmals waren.
Daher werden immer wieder Yektozi durch den Rat ausgesucht, um auf Seloc
und L’Feüd zu spionieren. Ihre Illusionsmagie verhilft ihnen
dazu, ein fremdes Aussehen anzunehmen.
Trifft ein Yektozi auf einen Elfen, so hat dieser die Pflicht, ihn zu töten,
damit die Rasse der Elfen geschwächt wird. Es gibt Gerüchte, dass
es Yektozikrieger sogar geschafft haben, in den Elfenpalast in Ängd
einzudringen, um dort den Herrscher zu töten. Auch in anderen Rassen
und Kulturen streben ausgewählte Yektozi danach, Schlüsselpositionen
in Staat und Gesellschaft zu übernehmen.